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Auch der Japaner Makoto Hasebe beteiligte sich am Wolfsburger Torreigen gegen 96 © getty

Im Nord-Derby behauptet sich der Meister dank vier Treffern. Hannover deckt aber einmal mehr eklatante Defensiv-Defizite auf.

Wolfsburg - Meister VfL Wolfsburg hat seinen Pokal-K.o. verdaut und ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Die "Wölfe´" setzten sich drei Tage nach dem 2:3 in Köln gegen Hannover 96 in einem hitzigen Nordderby mit 4:2 (2:1) durch und bejubelten nach zwei Heimniederlagen wieder ein Erfolgserlebnis im eigenen Stadion.

Zvjezdan Misimovic (7.), Christian Gentner (45.), Makoto Hasebe (48.) und Edin Dzeko (63.) trafen für die Gastgeber, die eine gelungene Generalprobe für das Champions-League-Duell am Mittwoch bei Manchester United ablieferten.

Die Gäste, die im vierten Spiel in Folge sieglos blieben und im Tabellenkeller feststecken, kamen durch Hanno Balitsch (28.) und ein Eigentor von Alexander Madlung (50.) zu ihren Treffern.

Wiedergutmachung für Pokal-Aus

Vor 30.000 Zuschauern war den Gastgebern von Beginn an anzumerken, dass sie sich für das Pokal-Aus rehabilitieren wollten.

Wolfsburg entwickelte in der Anfangsphase viel Gefahr und erarbeitete sich gute Torchancen. In der 4. Minute schoss Grafite nach einem Fehler der Gäste-Hintermannschaft den Ball an die Latte.

Drei Minuten später war es erneut Grafite, der vor dem gegnerischen Strafraum von Steven Cherundolo von den Beinen geholt wurde.

Misimovic trifft per Freistoß

Der fällige Freistoß war eine Angelegenheit für Misimovic: Der Bosnier schlenzte den Ball über die Mauer genau in den rechten Winkel zum 1:0.

Erstmals trafen die Wolfsburger damit in dieser Saison vor der Halbzeit. Die Gäste verhinderten in der Anfangsphase mit Mühe und zum Teil hartem Einsatz einen höheren Rückstand.

Wie aus dem Nichts fiel in der 28. Minute das 1:1 durch Balitsch, der nach einer Ecke von Jacek Krzynowek per Kopf zum Ausgleich verlängerte.

Ya Konan setzt Akzente

Danach wurden die Gäste stärker und hatten vor allem durch Didier Ya Konan gute Szenen in der Offensive.

Die Gastgeber zeigten sich nur kurz schockiert. In der 45. Minute brachte Gentner den Titelverteidiger nach einem Fehler von Christian Schulz erneut in Führung.

In der zweiten Halbzeit schlug Hasebe schnell mit seinem ersten Saisontor zu, ehe es Madlung wieder spannend machte.

Rausch raus zur Pause

Bei Hannover war Konstantin Rausch in der Halbzeit in der Kabine geblieben. Der eingewechselte Jan Rosenthal agierte im Mittelfeld, während sich Djakpa um die linke Abwehrseite kümmerte.

Kurz darauf kam Leon Balogun für Schulz, dennoch blieb die Abwehr der Gäste wacklig. Dzeko (63.) sorgte nach schöner Einzelleistung und seinem vierten Saisontor für die Vorentscheidung.

Grafite blieb im Abschluss unglücklich und wurde in der 67. Minute ausgewechselt.

Fromlowitz wieder guter Enke-Vertreter

Bei den Hausherren verdienten sich Misimovic und Gentner die Bestnoten.

Auf Seiten der Gäste überzeugten Krzynowek im Mittelfeld sowie Keeper Florian Fromlowitz, der den erkrankten Nationalkeeper Robert Enke erneut gut vertrat.

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