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Petit (vorne) kam 2008 von Benfica Lissabon zum 1. FC Köln © getty

Während die Partie Köln gegen Leverkusen bereits im Vorfeld die Gemüter erhitzt, kommt in Niedersachsen kaum Derby-Stimmung auf.

München - Es ist Derby-Zeit! Neben dem "ewigen Duell" zwischen Dortmund und Schalke wird es zwischen dem 1. FC Köln und Leverkusen (Sa., 15 Uhr LIVE) hoch hergehen.

Allerdings sehen die Sicherheitskräfte dem rheinischen Derby wesentlich entspannter entgegen als dem Ruhrpott-Schlager, wo eine Vielzahl von Polizisten im Einsatz sein werden.

Der Sieg in Stuttgart eine Woche zuvor und der Pokal-Triumph gegen Wolfsburg hat in Köln zur rechten Zeit für gute Stimmung gesorgt.

"Und ich möchte, dass unsere Fans auch am Samstag wieder zufrieden nach Hause gehen", sagt FC-Coach Zvonimir Soldo.

Erinnerungen an Polster

Der Trainer ist optimistisch, obwohl der letzte Erfolg gegen Leverkusen lange zurückliegt: Am 24. Mai 1997 verdarb der FC der Bayer-Elf mit einem 4:0 die Meisterschaft.

Gefeierter Held damals war Toni Polster, der dem Leverkusener Keeper Dirk Heinen gleich drei Tore einschenkte.

In den folgenden zwölf Derbys gab es nur noch drei Punkte für Köln, in den letzten sechs nur noch ein Tor.

Bayer hat noch Selbstvertrauen

"Wir haben erst ein Spiel, und zwar das im Pokal, aber nicht an Selbstvertrauen verloren. Das ist sicher ein ganz besonderes Spiel, ich freue mich darauf", sagt Bayer-Kapitän Simon Rolfes im Rückblick auf das 1:2 beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern.

Und der Schweizer Nationalspieler Eren Derdiyok hat vor seinem ersten Bundesliga-Derby einen Wunsch: "Es soll ein friedliches Spiel werden."

Auf dem Platz soll es aber natürlich auch nach dem Willen des Stürmers nicht zu friedlich zugehen: "Wir werden alles dafür, dass die Derby-Serie weitergeht."

Kaum Brisanz in Niedersachsen

Die große Brisanz ist dagegen in Wolfsburg nicht zu spüren. Nur die geographische Nähe zu Hannover rechtfertigt die Bezeichnung Niedersachsen-Derby. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Auch Vorbereitung und Statements von VfL-Trainer Armin Veh lassen zumindest für die unmittelbar beteiligten Personen eher auf ein normales Bundesligaspiel schließen.

Trotzdem weiß der 48-Jährige: "Man spürt natürlich, dass für die Menschen hier das Spiel etwas Besonderes ist. Deshalb, und auch wegen der Dinge, die zuletzt verkehrt gelaufen sind, ist es besonders wichtig, dass wir hier zu Hause gegen Hannover gewinnen."

96 rechnet sich Chancen aus

Fest steht: Für die "Wölfe" zählt nach zuletzt zwei Heimniederlagen gegen Hamburg und Leverkusen nur ein Sieg, um den Kontakt zur Spitzengruppe nicht zu verlieren. Aber es ist Vorsicht angesagt.

Mit einem 5:0 in Hannover machte Wolfsburg am 16. Mai zwar den entscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaft, doch die letzten beiden Heimspiele verlor der VfL gegen den Nachbarn.

Deshalb rechnen sich die Hannoveraner durchaus Chancen aus. "Die Wölfe kassieren zurzeit viele Gegentore und lassen viele Chancen zu. Auch wir werden versuchen das zu nutzen", sagt 96-Coach Andreas Bergmann.

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