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Jürgen Klopp hat in Dortmund seit 2008 das Sagen © getty

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp verlangt von seinen Spielern gegen Schalke alles. Auch in Köln und Wolfsburg steigen Derbys.

München - Derby-Spieltag in der Bundesliga: Emotionen, Kampf und volle Stadien sind in Dortmund, Köln und Wolfsburg garantiert.

Vor dem 134. Kohlenpott-Duell gegen Schalke 04 spricht BVB-Trainer Jürgen Klopp vom "ultimativen Spiel des Jahres".

Der 1. FC Köln hofft im rheinischen Duell gegen Bayer Leverkusen auf das zweite Fußball-Fest innerhalb von vier Tagen und setzt dabei auf den Rückenwind des 3:2 im Pokal gegen den Meister VfL Wolfsburg.

Für die "Wölfe" geht es hingegen (alle Spiele ab 15 Uhr LIVE) gegen Hannover 96 um Wiedergutmachung und den Anschluss an das obere Tabellendrittel.

Klopp sieht "Pokal-Charakter"

In Dortmund ist die Arena mit 80.552 Zuschauern ausverkauft.

"Es gibt nicht viele Derbys auf dem Fußball-Globus, die mit dieser Begegnung - was Emotionen und Begeisterung angeht - konkurrieren könnten", schreibt Präsident Reinhard Rauball in seinem Vorwort im Stadion- und Mitgliedermagazin "Borussia Aktuell".

"Das Spiel hat Pokal-Charakter, es geht um die Tagesform, aber in erster Linie um den absoluten Willen", sagt Klopp und verlangt von seinen Spielern ein Engagement bis ans Limit - und darüber hinaus.

BVB: Schlechtester Liga-Start seit 21 Jahren

Nur ein Sieg könnte den schlechtesten Liga-Start der Schwarz-Gelben seit 21 Jahren vergessen machen.

Allerdings spricht die Statistik gegen den BVB, der nur eines der letzten zehn Heimspiele gegen Königsblau gewann.

Aber von diesem einen Sieg erzählen sie in Dortmund noch heute mit Begeisterung.

Denn mit jenem 2:0 am 12. Mai 2007 vermasselten die Borussen dem damaligen Tabellenführer Schalke am 33. Spieltag die Meisterschaft.

Aufgeheizte Stimmung

Die Stimmung ist aufgeheizt, zumal die Schalker Fans einen von den "Ultras GE" initiierten Marsch vom Dortmunder Hauptbahnhof planen.

Aus der Dortmunder Ultraszene war zu vernehmen, dass man diesen Marsch attackieren wolle.

Die Polizei Dortmund will dies verhindern, indem sie Gästefans am Bahnhof abfangen und direkt in die zum Stadion fahrenden Einsatzbahnen leiten will.

VfL Wolfsburg - Hannover 96

Der VfL verlor die letzten beiden Punktspiele vor heimischer Kulisse und will im Niedersachsenderby auch Wiedergutmachung für das Pokal-Aus unter der Woche beim 1. FC Köln betreiben.

Trainer Armin Veh muss jedoch erneut auf seinen gesperrten Stammtorwart Diego Benaglio verzichten.

Hannover stehen derweil weiterhin neun Langzeitverletzte nicht zur Verfügung, 96 wartet seit drei Spielen auf einen Sieg.

Werder Bremen - FSV Mainz 05

Die in der Bundesliga seit 197 Minuten torlosen Bremer hoffen auf die Rückkehr von Nationalspieler Mesut Özil, der den Hanseaten in den vergangenen drei Pflichtspielen aufgrund von Knieproblemen gefehlt hatte.

Bei den Mainzern wird voraussichtlich erstmals wieder Torwart Heinz Müller in der Startformation stehen, der Einsatz von Miroslav Karhan ist dagegen noch unsicher.

Zuletzt gewannen die Mainzer zwei Spiele nacheinander.

1. FC Köln - Bayer Leverkusen

Köln wird das rheinische Derby in der Besetzung beginnen, die am vergangenen Mittwoch im Pokal Meister Wolfsburg mit 3:2 bezwang.

Bei den Leverkusenern wird höchstwahrscheinlich Renato Augusto nach Knieproblemen wieder in der Kader zurückkehren. Fehlen werden der Ex-Kölner Patrick Helmes (Kreuzbandriss), Michal Kadlec (Syndesmose-Einriss) und Lars Bender (U20-WM).

Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart

Die Hessen sind als einziges Team der Bundesliga in Pflichtspielen noch ungeschlagen und wollen ihre Serie gegen die kriselnden Stuttgarter fortsetzen.

Beim 6:4-Torfestival im Pokal gegen Aachen gab es für Trainer Michael Skibbe allerdings erst den ersten Heimsieg der Saison.

Fraglich ist der Einsatz von Stürmer Ioannis Amanatidis (Wadenprobleme). Beim VfB kehrt Jens Lehmann nach seiner Suspendierung zurück.

Alexander Hleb fällt wegen muskulärer Beschwerden aus.

Für ihn könnte Kapitän Thomas Hitzlsperger auf links rücken oder der junge Sebastian Rudy spielen.

Hamburger SV - Bayern München

Der Tabellenführer aus Hamburg ist seit drei Pflichtspielen sieglos, verlor aber keines der letzten fünf Duelle mit den Bayern.

Trainer Bruno Labbadia ist vor der Partie gegen Bayern (ab 18 Uhr LIVE) zuversichtlich, das zuletzt angeschlagene Trio Ze Roberto, Mladen Petric und Joris Mathijsen einsetzen zu können.

Labbadia muss allerdings auf fünf Langzeitverletzte verzichten.

Die Bayern bangen um den Einsatz des Ex-Hamburgers Daniel van Buyten (Sprunggelenk). Sollte Trainer Louis van Gaal erstmals mit Franck Ribery und Arjen Robben beginnen, erhielte Ivica Olic im Sturmzentrum wohl den Vorzug vor Mario Gomez.

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