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Tranquillo Barnetta (l.) im Kopfballduell mit Christopher Schorch © getty

Alles wie immer am Rhein: Leverkusen siegt in Köln und bleibt in der Bundesliga ungeschlagen. Maniche sieht Rot.

Köln - Drei Tage nach dem Pokal-Aus hat Bayer Leverkusen mit einem Prestige-Erfolg zumindest vorübergehend die Rückkehr an die Tabellenspitze geschafft.

Das Team von Trainer Jupp Heynckes feierte im 49. Erstliga-Rheinderby beim 1. FC Köln einen 1:0 (0:0)-Sieg, bleibt damit in der Bundesliga weiter ungeschlagen und hat nunmehr seit zwölf Jahren und in 13 Spielen nicht mehr gegen den FC verloren.

Das Tor für Leverkusen erzielte Kapitän Simon Rolfes in der 82. Minute.

Die bislang letzte Pleite hatte Bayer am 24. Mai 1997 in Köln (0:4) hinnehmen müssen. Köln bleibt mit vier Zählern auf einem Abstiegsplatz. In der 87. Minute flog der Kölner Maniche nach einer Tätlichkeit vom Platz.

Soldo mit gleicher Anfangsformation

FC-Trainer Zvonimir Soldo vertraute auf die Anfangsformation, die beim 3:2 am Mittwoch im DFB-Pokal gegen den deutschen Meister VfL Wolfsburg begann.

Somit spielte der zweifache Torschütze Manasseh Ishiaku neben Lukas Podolski im Sturm. Kapitän Milivoje Novakovic, der zuletzt Probleme im Adduktorenbereich hatte, saß zunächst auf der Bank.

Bayer-Coach Jupp Heynckes konnte wieder auf Renato Augusto zurückgreifen. Der Brasilianer war zuletzt mit Knieproblemen ausgefallen.

Bayer spielerisch eleganter

Beide Mannschaft begegneten sich vor 49.300 Zuschauern in einer intensiven Begegnung über weite Strecken auf Augenhöhe, wobei sich Bayer spielerisch eleganter präsentierte.

Die Kölner nahmen den Schwung durch die Siege beim VfB Stuttgart und gegen Wolfsburg mit in das Duell gegen den Erzrivalen.

Bereits in der fünften Minute hätte Maniche nach einem herrlichen Angriff über Fabrice Ehret und Ishiaku das 1:0 erzielen müssen. Doch den Schuss des Portugiesen aus 11 Metern blockte Gonzalo Castro ab.

Adler und Maniche geraten aneinander

Bayer kam nur langsam ins Spiel, wurde dann aber zwingender.

Nach einem Eckball und sprang der Ball auf mehrere Köpfe und dann schließlich Sami Hyppiä vor die Füße.

Dessen Schuss aus fünf Metern lenkte Geromel ans Außennetz (14.). Wenig später blockte Kölns Miso Brecko einen strammen Schuss von Tranquillo Barnetta zur Ecke.

Dann gerieten Nationaltorwart Rene Adler und Maniche nach einem harten Einsteigen des Portugiesen aneinander und sahen von Schiedsrichter Michael Kempter (Sauldorf) jeweils die Gelbe Karte. Wenig später verfehlte Renato Augusto mit einem harten Schuss knapp das FC-Tor (42.).

Kießling vergibt Chance

Der zweite Durchgang begann wieder vielversprechend für Köln, der Portugiese Petit scheiterte mit einem Freistoß an Adler (53.) und setzte einen Schuss aus 30 m knapp über das Tor (56.).

Die bis dahin größte Möglichkeit vergab dann Stefan Kießling, dem nach einem Pass von Tranquillo Barnetta der Ball von Brecko zwei Meter vor dem leeren Tor vom Fuß gespitzelt wurde.

Aus leidenschaftlich kämpfenden Kölner Mannschaft ragten Geromel und Brecko heraus, bei Leverkusen verdienten sich Barnetta und Rolfes die besten Noten.

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