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Vedad Ibisevic spielt seit 2007 für 1899 Hoffenheim © getty

Mit einer Rekord-Show meldet sich Vedad Ibisevic wieder im Kreis der Bundesliga-Torjäger zurück. Eine Farbe bringt ihm Glück.

Sinsheim - Als sich der Trubel nach der Wiedergeburt des Top-Torjägers 155954(Die Bilder) etwas gelegt hatte, machte Vedad Ibisevic aus seinen Gefühlen keinen Hehl.

"Natürlich spüre ich eine große Erleichterung", sagte Ibisevic nach seinem ersten Hattrick in der Bundesliga beim 5:1 (3:1) von 1899 Hoffenheim gegen Hertha BSC Berlin.

"Es tut sehr gut, wieder getroffen zu haben. Tore geben immer zusätzliches Selbstvertrauen."

Fast zehn Monate hatte der Torschützenkönig der vergangenen Hinrunde nach seinem Kreuzbandriss im Januar und dem Comeback zu Saisonbeginn auf ein persönliches Erfolgserlebnis warten müssen.

Dann beendete der Bosnier seine Leidenszeit gegen Hertha mit einer wahren Tor-Explosion und stellte nebenbei gleich mehrere Saisonrekorde auf.

Schnellstes Tor der Saison

Sein erster Treffer nach nur 44 Sekunden mit einem platzierten Direktschuss war das schnellste Tor der laufenden Spielzeit.

Mit dem 2:0 per Kopf (4.) sorgte Ibisevic für den schnellsten Doppelpack, ehe er ebenfalls per Kopf (21.) seinen ersten Hattrick vollendete.

Erklärungen hatte Ibisevic nicht. "Die Tore fielen irgendwie wie von selbst", sagte der 25-Jährige und zeigte auf seine neuen, leuchtend gelben Glückstreter.

"Ich habe ja zuletzt auch nicht schlecht gespielt. Ich wusste, dass der Knoten irgendwann platzt. Vielleicht hat es an meinen neuen Schuhen gelegen."

Stehende Ovationen der Mitspieler

Endlich war Ibisevic, der zuletzt am 5. Dezember 2008 beim 1:2 bei Bayern München getroffen hatte, beim Torjubel wieder mittendrin statt nur dabei.

Und der Stürmer genoss den Rausch der Gefühle. In der Kabine ließ er sich von seinen Teamkollegen mit stehend dargebrachten Ovationen feiern.

Trainer Ralf Rangnick, der Ibisevic bei seiner Auswechslung in der 67. Minute herzlich umarmte, unterstrich: "Für Vedo ist es ein Traum."

Uneingeschränktes Vertrauen zahlt sich aus

Die Verantwortlichen von Hoffenheim haben immer an Ibisevic geglaubt.

Der Vertrag des Angreifers, der im Vorjahr mit 18 Toren in 17 Spielen sogar auf den Spuren des Bundesliga-Saisonrekords von Gerd Müller (40 Treffer) war, wurde während der Verletzung vorzeitig bis 2013 verlängert.

Rangnick schenkte Ibisevic nach seinem Comeback immer wieder das Vertrauen und fühlte sich bestätigt: "Tore schießen verlernt man nicht."

Ibisevic zeigte sich gegen die Hertha sogar gönnerhaft. Als er vom Berliner Marc Stein gefoult wurde, überließ er Carlos Eduardo den Strafstoß zum 5:1-Endstand (63.).

"Ich hatte ja schon dreimal getroffen", meinte Ibisevic zu seinem Elfmeter-Verzicht. Weitere Tore hat er sich für die nächsten Spiele aufgehoben.

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