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Frankfurts Chris (l.) flog nach einem Foul an Schalkes Heiko Westermann vom Platz © imago

Zehn Frankfurter helfen Schalke tatkräftig beim Erobern der Tabellenführung mit. Die Königsblauen dominieren aber nur die erste Hälfte.

Gelsenkirchen - Rekordeinkauf Jefferson Farfan hat Schalke 04 zumindest für einen Tag zurück an die Tabellenspitze der Bundesliga geführt.

Der zehn Millionen Euro teure Peruaner war beim 1:0 (1:0)-Sieg gegen Eintracht Frankfurt der überragende Spieler und erzwang mit seinem Einsatz das entscheidende Tor.

Patrick Ochs traf ins eigene Netz (41.) und ermöglichte damit den Königsblauen die Rückkehr auf Platz eins.

441 Minuten ohne Gegentor

Allerdings kann der Hamburger SV mit einem Sieg am Sonntag beim VfL Wolfsburg die Schalker wieder als Tabellenführer ablösen. Die Gelsenkirchener bauten durch den Dreier ihre Erfolgsserie in der Bundesliga auf elf Spiele ohne Niederlage aus.

Die "Knappen" haben seit 441 Minuten zu Hause kein Gegentor mehr kassiert.

Die weiter sieglosen Hessen dagegen rutschen immer tiefer in den Keller.

Rot für Chris

Vor 61.542 Zuschauern in der Schalker Arena spielten die Gastgeber vor allem in der ersten Halbzeit sehr überzeugend. Einziges Manko war die schwache Torausbeute.

Der Frankfurter Chris hatte wegen eines Ellbogenstoßes gegen Nationalspieler Heiko Westermann zu Recht von Schiedsrichter Herbert Fandel die Rote Karte gesehen (34.).

Eigentor durch Ochs

Eintracht-Verteidiger Ochs verhalf den Schalkern zu ihrem Tor.

Nach einer verunglückten Grätsche im Duell mit dem überragenden Farfan kullerte der Ball über die Linie ins Frankfurter Tor.

Gute Organsisation

"Das Tor ist leider etwas spät gefallen, sonst wäre es einfacher geworden. In der zweiten Halbzeit war das Tempo zu niedrig", sagte S04-Trainer Fred Rutten: "Der Gegner war sehr gut organisiert. Es war ganz schwer, ein Loch zu finden."

Die Defensivleistung seiner Mannschaft lobte auch Friedhelm Funkel. "Meine Mannschaft war fast eine Stunde ein Mann weniger, sehr gut organisiert und hat das Spiel der Schalker immer wieder zum Stillstand gebracht", erklärte der Frankfurter Coach: "Zum Kontern hat leider die Kraft gefehlt. Wille, Einsatz und Leidenschaft haben gestimmt."

Schlechte Chancenverwertung

Schon zur Halbzeit hätten die Schalker deutlich höher führen müssen. So traf Farfan mit einem 20-Meter-Freistoß nur die Latte (14.).

Außerdem rettete der starke Frankfurter Torhüter Oka Nikolov zunächst gegen Rafinha (24.) und dann gegen Ivan Rakitic (42.).

Nur Ergebnisverwaltung

Mit zahlenmäßiger Überlegenheit und dem Vorsprung im Rücken ließen es die Gelsenkirchener in der zweiten Hälfte deutlich langsamer angehen.

Beim Team von Trainer Fred Rutten fehlten weiter Stammtorhüter Manuel Neuer, dessen Vertreter Mathias Schober sowie die gesperrten Fabian Ernst und Christian Pander. Statt gegen die überforderten Hessen Tore nachzulegen, beschränkte sich die Mannschaft vor allem auf das Verwalten des 1:0.

Das Tor von Ralf Fährmann, der sein zweites Bundesligaspiel absolvierte, geriet kaum in Gefahr.

Nur Nikolov gut

Bei den Gastgebern verdiente sich neben dem überragenden Farfan Rafinha und Abwehrchef Marcello Bordon die besten Noten.

Bei den enttäuschenden Gästen wusste einzig Keeper Nikolov zu überzeugen.

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