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Cristian Zaccardo wechselte aus Palermo nach Wolfsburg © getty

Wolfsburg und Trainer Magath investierten bisher mit Abstand am Meisten in neue Spieler. Bayern hat noch keinen Cent ausgegeben.

München - Klotzen statt kleckern heißt das Motto beim VfL Wolfsburg vor dieser Saison.

Die Niedersachsen haben mit großem Abstand am meisten in die Mannschaft investiert. Und das nachdem schon in der vergangenen Saison ordentlich investiert wurde.

Den größten Betrag gaben die "Wölfe" für die beiden italienischen Weltmeister Andrea Bazagli und Cristian Zaccardo aus.

Während Barzagli mit einer Ablösesumme von 12 bis 14 Millionen Euro zu Buche schlägt, wurden für Zaccardo acht Millonen Euro fällig.

Mit Zvjezdan Misimovic kam ein weiterer Vier-Millionen-Euro-Mann. "Wir verplichten momentan niemanden mehr", erklärte Wolfsburg-Trainer Felix Magath bei Sport1.de.

Dennoch werden immer wieder Namen in Wolfsburg gehandelt, sogar der argentinische Nationalspieler Javier Saviola war zwischenzeitlich im Gespräch.

Und auch wenn Magath es abstreitet, ein zusätzlicher Stürmer wird sich den "Wölfen" wohl noch anschließen.

Zurückhaltung in München

Während die Wolfsburger die Transferkönige sind, ist es beim Rekordmeister erstaunlich ruhig.

Mit Tim Borowski und Hans-Jörg Butt kamen bisher nur zwei Spieler, die zudem beide ablösefrei sind. "Unser Kader steht! Und wir sind glücklich damit", kündigte Trainer Jürgen Klinsmann an, dass wohl keine neuen Stars mehr kommen werden.

Überraschend ist das vor dem Hintergrund, dass die Münchner in der vergangenen Saison 70 Millionen Euro in die Mannschaft investierten.

Betrachtet man jedoch den ohnehin schon sehr aufgeblähten Kader der Bayern, scheint es durchaus möglich, dass die Münchner trotz großem Interesse am Stuttgarter Stürmer Mario Gomez niemanden mehr verpflichten.

Farfan ist Schalkes Rekordverpflichtung

Auch Schalke 04 hat bereits ordentlich investiert, Jefferson Farfan kostete zehn Millionen Euro. Damit ist der Peruaner, der aus Eindhoven kommt, der teuerste Einkauf der Klubgeschichte.

Derzeit absolviert Farfan spezielle Trainingseinheiten, da er noch ein wenig Rückstand auf seine Mannschaftskameraden hat. "Wir wollen kein Risiko eingehen. Sobald er soweit ist, wird er wieder mit den Kollegen auf dem Platz stehen", erklärt der neue Trainer Fred Rutten.

Mit dem Niederländer Orlando Engelaar bekam Rutten zudem seinen Wunschspieler. Für ihn dürften die "Knappen" zwischen fünf und acht Millionen Euro locker gemacht haben.

Subotic als teuerster BVB-Einkauf

Auch der Revier-Rivale Borussia Dortmund hat kräfitg investiert. Am tiefsten griff der BVB für das 19-jährige Innenverteidiger-Talent Neven Subotic in die Tasche.

Der neue Trainer Jürgen Klopp brachte Subotic aus Mainz mit, zwischen drei und vier Millionen Euro sollen die Dortmunder nach Rheinhessen überwiesen haben.

Mit Patrick Owomoyela (2,5 Millionen) und dem Brasilianer Felipe Santana (2 Millionen) kommen zwei weitere Verteidiger. Im zentralen Mittelfeld soll Tamas Hajnal (1,3 Millionen) das BVB-Spiel ankurbeln.

Bezahlt Bayer zehn Millionen für Renato?

Bayer Leverkusen verpflichtete mit dem Brasilianer Renato Augusto einen teuren Spieler. 5,2 Millionen Euro will Bayer für den Spieler bezahlt haben.

Der abgebende Verein Flamengo Rio de Janeiro behauptet jedoch, dass die Leverkusener deutlich tiefer in die Tasche gegriffen hätten.

Bayer soll nach Angaben von Flamengos Vizepräsident Kleber Leite zehn Millionen Euro bezahlt haben. Davon gingen 5,2 Millionen an Flamengo, das 52 Prozent der Transferrechte hält. Der Rest gehe zu gleichen Teilen an die Sportrechte-Firma Traffic und die Investorengruppe MFD.

Abwarten in Hamburg und Stuttgart

Zurückhaltend agieren bisher der Hamburger SV und der VfB Stuttgart. Die Hamburger haben mit Dennis Aogo und Jonathan Pitroipa bisher nur zwei junge Spieler aus der Zweiten Liga geholt. Für Aogo überwies der HSV 1,5 Millionen Euro, Pitroipa war ablösefrei.

Sollte allerdings Rafael van der Vaart sich für eine hohe Ablöse doch noch einem anderen Verein anschließen, würden die Hamburger sicherlich auch noch mal im großen Stil tätig werden.

Das gleich gilt für den VfB. Nur wenn Gomez geht, würden die Stuttgart noch einmal ordentlich hinlangen. Ansonsten dürfte es bei den Verpflichtungen Jens Lehmann (ablösefrei), Jan Simak (500.000 Euro) und Martin Lanig (400.000 Euro) bleiben.

Christian Stüwe

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