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Vedad Ibisevic (M.) erzielte gegen Weidenfeller seinen fünften und sechsten Saisontreffer © getty

Die Dortmunder kommen gegen 1899 völlig unter die Räder. Hoffenheim baut dagegen seine starke Heimserie weiter aus.

Mannheim - Borussia Dortmund hat seinen Europacup-Schock noch nicht verkraftet und die zweite bittere Pleite innerhalb von drei Tagen kassiert.

Nach dem 0:2 gegen Udinese Calcio in der ersten Runde des UEFA-Pokals kamen die Westfalen mit 1:4 (0:2) bei Aufsteiger 1899 Hoffenheim unter die Räder und wurden bei ihrer ersten Liga-Niederlage in dieser Saison teilweise vorgeführt.

Der Bosnier Vedad Ibisevic (5., 47.), der mit seinen Saisontreffern fünf und sechs zum Leverkusener Patrick Helmes an der Spitze der Torjägerliste aufschloss, sowie sein Landsmann Sejad Salihovic (25.) und der Brasilianer Carlos Edurado (67.) trafen für die Hoffenheimer, die damit seit sechs Punktspielen zu Hause unbesiegt sind.

Felipe Santana konnte in der Nachspielzeit für den BVB nur noch verkürzen.

Ein Traumstart für 1899

Vor 26.300 Zuschauern im zum dritten Mal in Folge ausverkauften Mannheimer Carl-Benz-Stadion erwischten die Gastgeber, deren Trainer Ralf Rangnick mit seinen Ex-Klubs VfB Stuttgart, Hannover 96 und Schalke 04 seine bisherigen vier Bundesliga-Heimspiele gegen Dortmund verloren hatte, einen Traumstart.

Nach einer tollen Kombination über Eduardo und Tobias Weis erzielte Ibisevic aus kurzer Distanz bereits sein fünftes Saisontor.

In allen Belangen unterlegen

Nach dem Rückstand wirkten die Dortmunder, deren Trainer Jürgen Klopp seine Anfangsformation im Vergleich zum Spiel gegen Udine gleich auf sechs Positionen veränderte hatte, vollkommen verunsichert.

Der BVB, der gegen die Italiener die erste Pflichtspiel-Niederlage unter Klopp kassiert hatte, war Hoffenheim in allen Belangen unterlegen.

Der zweite Treffer der Platzherren durch den sehenswerten Freistoß von Salihovic drückte die Überlegenheit des Aufsteigers nur unzureichend aus.

Nur eine BVB-Chance vor der Pause

Die Gäste, die ohne Alexander Frei (Kniebeschwerden), Dede (Kreuzbandriss), Patrick Owomoyela (Muskelfaserriss), Mohamed Zidan (Muskelblessur) und Mats Hummels (Bänderriss) auskommen mussten, hätten sich über einen höheren Rückstand zur Pause nicht beschweren dürfen.

Demba Ba (17., 33.) und Ibisevic (27., 40.) konnten die hochkarätigen Möglichkeiten der Hoffenheimer aber nicht nutzen.

Dortmund hatte lediglich eine ernsthafte Tormöglichkeit im ersten Abschnitt, die Nelson Valdez kläglich vergab (18.).

Schneller Treffer nach der Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur rund zwei Minuten, bis Ibisevic erhöhte.

Bei seinem sechsten Saisontor nach überragender Vorarbeit von Ba musste der Angreifer den Ball nur noch aus kurzer Distanz über die Torlinie befördern.

Sieben Minuten später verhinderte Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller einen weiteren Treffer des Bosniers, als er einen Schuss von Ibisevic an die Latte lenkte.

Özcan nur einmal gefordert

Im Anschluss an diese Szene agierten die Hoffenheimer souverän und versuchten phasenweise, die Gäste mit Kunststücken lächerlich zu machen.

Der eingewechselte Jakub Blaszczykowski hätte die Überheblichkeit der Platzherren fast bestraft, der Pole scheiterte allerdings an Hoffenheims Torwart Ramazan Özcan (64.).

Kurz darauf vervollständigte Eduardo das Debakel der Borussen.

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