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Die Stimmung bei Raphael Schäfer ist am Boden. Für den FCN ist es die 5. Liga-Pleite © getty

Nach vier Niederlagen in Folge ist die Euphorie in Nürnberg verflogen. Doch Sportdirektor Bader stellt sich hinter den Coach.

Nürnberg - Die Euphorie nach dem Aufstieg ist längst vorbei, stattdessen droht sich beim 1. FC Nürnberg der Fahrstuhl wieder nach unten zu bewegen.

Nach dem peinlichen 0:4 (0:3) bei Bayer Leverkusen und dem schlechtesten Saisonstart seit 23 Jahren geht beim Club die Angst um. 155954(DIASHOW: Die Bilder des Spieltags)

"Wir werden in den nächsten Tagen vieles besprechen müssen, wie wir wieder aus der Situation gemeinsam herauskommen", kündigte Sportdirektor Martin Bader Krisengespräche an.

Trainer Michael Oenning muss sich aber vorerst keine Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen, wie Bader klarstellte.

"Wir haben uns für diesen Weg entschieden"

"Wir werden nach dem siebten oder achten Spieltag nicht anfangen, den Trainer zu diskutieren", erklärte er.

"Wir haben uns für den Weg entschieden: Michael Oenning hat uns ein Jahr lang viel Freude bereitet, als wir aufgestiegen sind. Jetzt ist es wirklich eine zähe Durststrecke. Die müssen wir gemeinsam hinbekommen."

Bis zum Kellerduell gegen Hertha BSC Berlin in zwei Wochen wartet viel Arbeit auf Oenning.

"Wir haben viele Baustellen, die wir möglichst schnell schließen müssen. Wir müssen aufstehen und ruhig bleiben", sagte der Aufstiegscoach.

"Es ist wichtig, dass wir das Spiel schnell aus den Köpfen bekommen, um gegen Berlin einen Neuanfang zu starten."

Zuletzt nicht erstligatauglich

In der Tat gibt es am Valznerweiher einiges aufzuarbeiten. In Leverkusen blieb der Club jedenfalls seine Erstligatauglichkeit schuldig.

Die neuformierte Abwehr war gegen die Offensivstars von Bayer hoffnungslos überfordert, im Spielaufbau unterliefen den Franken erschreckend viele taktische und technische Fehler und der Sturm um HSV-Leihgabe Eric Maxim Choupo-Moting war quasi gar nicht präsent.

Für die Talfahrt - der FCN verlor die letzten vier Pflichtspiele in Folge und dümpelt mit fünf Punkten auf einem Abstiegsplatz - gibt es laut Oenning aber Gründe.

Einer davon sei das Verletzungspech. "Es macht keinen Spaß, die Mannschaft derart zu verändern. Vieles ist aber aus der Not geboren", erklärt der Coach.

Großes Verletzungspech

So wurde in Leverkusen Abwehrchef Andreas Wolf (Muskelfaserriss im Oberschenkel) schmerzlich vermisst, und auch im Angriff machte sich das Fehlen von Ex-Europameister Angelos Charisteas (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Isaac Boakye (Aufbautraining) bemerkbar.

Christian Eigler (Patellasehnen-Probleme) befindet sich auch noch im Formaufbau.

"Die zwei Wochen Pause kommen uns gelegen", sagt Oenning, der bei den elementaren Dingen anfangen will und ein verschärftes Trainingsprogramm ankündigte.

Trotzdem meinte Peer Kluge: "Wir haben die Qualität, rufen sie aber nicht zu 100 Prozent ab. Aber jetzt müssen wir gegen Hertha gewinnen, ohne Wenn und Aber."

Ansonsten droht dem Rekordabsteiger der achte Gang in die Zweitklassigkeit.

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