Udo Lattek kritisiert in seiner Sport1.de-Kolumne, dass FCB-Trainer Louis van Gaal den Stürmern kein Vertrauen gibt.

Hallo Fußball-Freunde,

der FC Bayern hat gegen Köln kein Tor geschossen.

Daraus hat man zumindest eine Sache gelernt: Nur mit spielerischen Mitteln kann man Köln nicht schlagen. Man muss Tempo und Druck machen, doch den Bayern ist das überhaupt nicht gelungen.

Da fehlte aus meiner Sicht komplett die Einstellung.

Die Bayern brauchen jetzt einen Mann wie Mark van Bommel, der die Mannschaft mitzieht.

Trainer Louis van Gaal hat es so weit gebracht, dass die Spieler jetzt alle verunsichert sind. Da ist keine Weiterentwicklung da.

Ich habe das Gefühl, die Beziehung der Stürmer zum Trainer ist nicht mehr so gut.

Es ist nicht richtig, wenn die Stürmer nicht wissen, wann sie spielen und Gomez ein Tor macht und vielleicht trotzdem beim nächsten Mal auf der Bank sitzt. Ich sehe den Sachzusammenhang da nicht.

Zur Sytemfrage sage ich: Man sollte die Mannschaft grundsätzlich nicht nur nach Namen und auch nicht nur nach System aufstellen. Wenn ich dauernd das System ändere, verunsichere ich die Spieler und es funktioniert nicht mehr.

Wenn man derzeit auf Schalke schaut, fällt nicht nur der aktuelle Erfolg, sondern auch Felix Magaths Konzept mit vielen jungen Spielern auf.

Er hatte ja nichts zu verlieren. Die Öffentlichkeit hat das begrüßt und wenn der Erfolg parallel läuft, ist es doch wunderbar. Ich denke, Magath hat das sehr geschickt gemacht.

Mit Blick auf Schalkes Finanzsorgen ist mir aufgefallen, dass Felix Magath gesagt hat, dass offenbar Leute daran interessiert seien, Unruhe in die Mannschaft zu bringen.

Ich meine, dann soll er doch mal sagen, wer das ist. Es ist sicher jedem offensichtlich, dass da was im Argen liegt.

Und zu Borussia Mönchengladbach muss ich vorab erstmal feststellen, dass die Mannschaft locker das Potenzial hat, nicht abzusteigen.

Aber wenn es im Moment nicht funktioniert, stimmt irgendwas in der Mannschaft nicht.

Ich habe das Gefühl, durch irgendwas sind da kleine Risse in der Mannschaft, so dass jeder nur an sich denkt und das nicht mehr harmoniert.

Euer Udo Lattek

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