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Max Eberl wurde als Sportdirektor Nachfolger von Christian Ziege © imago

Im DSF-Doppelpass spricht Gladbach-Sportdirektor Max Eberl über die letzten Misserfolge, die Neuverpflichtungen und den Trainer.

München - In Gladbach ist der Abstiegskampf wieder Thema Nummer eins. Vier Niederlagen in Serie sprechen eine deutliche Sprache.

Der gute Saisonstart ließ eigentlich anderes erwarten.

Die Neuzugänge um Raul Bobadilla und Juan Arango trumpften an den ersten Spieltagen groß auf, mittlerweile läuft bei den Fohlen aber nur noch wenig zusammen.

Im DSF-Doppelpass äußerte sich Max Eberl, Sportdirekor von Borussia Mönchengladbach, unter anderem zur Niederlage am Wochenende gegen Borussia Dortmund.

Max Eberl im DSF...

?zur gestrigen 0:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund:

"Man muss das erst mal verdauen, das tut natürlich weh. Aber wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, dass aufzuarbeiten - es geht weiter.

ch habe lieber eine Mannschaft, die lebt, die versucht, sich mit der Situation auseinanderzusetzen und kontrovers am Platz zu diskutieren.

Acht Spieler, die gestern in der Mannschaft gestanden haben, kamen in diesem Jahr erst nach Gladbach. Auch wir sind also in einer Phase, wo wir die Mannschaft erst formen und finden müssen.

Das bedarf Zeit - ich weiß, das ist im Fußball nicht das, was man hören will."

?über Juan Arango und Raul Bobadilla:

"Juan Arango ist ein Spieler, der in einer Mannschaft den Ausschlag ins Positive ausmachen kann. Dass er gestern nicht gut gespielt hat, dass sehen wir alle.

Aber auch er gehört zum Mannschaftsgefüge und muss als 29-jähriger Führungsspieler dazu beitragen. Raul Bobadilla ist erst 22 - der weiß noch gar nicht, was er alles kann.

An den beiden liegt es nicht. Es liegt daran, dass wir sehr viele neue Spieler haben und die in eine neue Gruppe bringen müssen."

?über die Nachwuchsarbeit bei Gladbach:

"Wir haben diesen Weg vor zwei Jahren begonnen, als wir abgestiegen sind. Dann sind wir wieder aufgestiegen und haben den Klassenerhalt geschafft und das ist das Wichtigste.

Wir befinden uns jetzt im zweiten kleinen Schritt, eine Mannschaft zu etablieren, die sich in der Bundesliga festsetzt. Wir wollen den Weg der kleinen Schritte gehen.

Wir haben in der C-Jugend aktuelle Nationalspieler, die in den nächsten Jahren den Sprung schaffen werden. Wir müssen eine Mannschaft formen, die es erlaubt, viele junge Spieler integrieren zu können.

Einem Marko Marin alles auf die Schultern zu lasten, war beispielsweise nicht richtig und ist für die Entwicklung eines Jungen nicht gut."

?über Trainer Michael Frontzeck:

"Wir haben den Trainer im Sommer mit Bedacht ausgewählt.

Wir haben nach sachlichen und fachlichen Charakteren gesucht und haben nach einer riesigen Auswahl die Entscheidung für Michael Frontzeck getroffen, weil er einfach am Besten passt.

Wir haben eine Mannschaft, die sich formen und finden muss und das hat Michael Frontzeck bei seinen vorangegangenen Vereinen immer wieder nachgewiesen.

Das hat den Ausschlag gegeben. Über die Trainerfrage entscheide am Ende ich als Sportdirektor, das ist meine Funktion. Aber wir diskutieren immer in der großen Runde."

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