In seiner Sport1.de-Kolumne erklärt Huub Stevens, was er bei Bayern vermisst und wie Schalke zu mehr Geld kommen würde.

Hallo Fußball-Freunde,

um es klar zu sagen: Es lag nicht nur am Pech im Abschluss, dass die Bayern gegen Köln nicht getroffen haben.

Denn die Münchner haben sich nicht genug Chancen herausgearbeitet. Sie haben zwar zweimal die Latte getroffen, aber sonst war da nicht viel.

Man vermisst natürlich die Schnelligkeit und Kreativität des verletzten Arjen Robben. Wenn dann Franck Ribery auch nicht richtig fit ist, bekommt man automatisch Probleme gegen eine defensiv eingestellte Mannschaften wie Köln.

Was die Suche nach dem FCB-Stürmer fürs Zentrum betrifft, würde ich der Mannschaft bestimmte Sicherheiten geben und mich entscheiden.

Das muss man tun, sonst bekommt man nie ein eingespieltes Team.

Auch beim Spielsystem gehe ich davon aus, dass van Gaal weiß, dass es jetzt Zeit wird sich zu entscheiden. Klar, als Trainer sucht man immer nach Verbesserungen im Spielsystem, dafür trainiert man ja auch.

Aber nun muss der Bayern-Trainer der Mannschaft mehr Sicherheit einbauen.

Mit Spannung habe ich auch verfolgt, was in der vergangenen Woche in Berlin passiert ist.

Ich finde es schade, dass Lucien Favre entlassen wurde. Er hatte Qualitäten. Die hat sein Nachfolger Friedhelm Funkel natürlich auch und ich hoffe, dass er das hinkriegt.

Beim 1:3 gegen Hamburg hatte Funkel Pech, dass sich der erste Torwart Timo Ochs verletzte und dem jungen Keeper Sascha Burchert zwei Fehler passierten. So etwas ist dann entscheidend.

Funkel muss den Spielern nun Selbstvertrauen geben, ihnen Spaß und Ablenkung geben. Er kann das im Training unter anderem mit Spielformen hinbekommen, die den Spielern Spaß machen und ihnen Zuversicht geben.

Aber: Es geht nicht um Funkel, es geht um die Mannschaft!

Das Team muss sich zusammentun und versuchen mit dem neuen Trainer erfolgreich zu sein. Denn wenn man erstmal da unten steht, kann schnell alles gegen einen laufen - wie im Spiel gegen Hamburg.

Der dritte Tabellenplatz für meinen Ex-Klub Schalke 04 freut mich natürlich. Genauso wie der Umstand, dass Felix Magath auf junge Spieler setzt. Allerdings hat er ja auch gar keine andere Möglichkeit. Schon gar nicht finanziell.

Und man muss auch mal nachfragen, was das bringt, wenn nun Mitarbeiter wie zum Beispiel ein Hausmeister entlassen werden? Das große Geld spart man so nicht ein. Ein Spielerverkauf würde mehr einbringen.

Die jungen Spieler bekommen jetzt aus der Not heraus die Chance, sich zu beweisen. Es ist super für sie und es spricht auch für die Nachwuchsarbeit von Schalke 04, dass sie bisher einen so guten Job machen.

Bis nächste Woche,Euer Huub Stevens

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