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Per Mertesacker kam 2006 von Hannover 96 an die Weser © imago

Nationalspieler Per Mertesacker liebäugelt mit einem Wechsel ins Ausland. Torschützenkönig Grafite droht in Wolfsburg Ärger.

Bremen - Nationalspieler Per Mertesacker von DFB-Pokalsieger Werder Bremen liebäugelt auf lange Sicht mit einem Wechsel ins Ausland.

"So viele deutsche Spieler spielen nicht in anderen Ligen. Ein Engagement im Ausland ist sehr reizvoll. Ich würde mich dort gerne beweisen", sagte der 25-Jährige dem "kicker".

An Werder ist Mertesacker noch bis zum 30. Juni 2012 gebunden. Ob er sich einen Wechsel vor Ablauf des Vertrages vorstellen könne, ließ der Innenverteidiger offen.

"Viel hängt von der Entwicklung ab, ob sich Werder wieder für die Königsklasse qualifiziert."

"In diesem Fall wäre der Klub wirtschaftlich unabhängiger und nicht so sehr auf Transfererlöse angewiesen", meinte Mertesacker und gab sich "zuversichtlich", seine Ziele mit den Bremern erreichen zu können:

"Ich will mit Werder Bremen immer Champions League spielen. Die Europa League reicht mir bei weitem nicht. Damit gebe ich mich auf Dauer einfach nicht zufrieden."

Vor dem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Russland (16.30 Uhr LIVE), warnte Mertesacker vor einer zu großen Erwartungshaltung an seinen Bremer Mannschaftskameraden Mesut Özil.

"Mesut ist noch nicht der neue Spielmacher, schon gar nicht der neue Heilsbringer. Solche Lobesarien bringen uns und ihn vor allem nicht weiter", meinte Mertesacker.

Özil müsse sich vor allem seine Unbekümmertheit bewahren, "die ihn zu dem gemacht hat, was er ist".

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Bundesliga zusammengefasst.

Grafite muss zum Rapport

Wolfsburgs Trainer Armin Veh will sich Torjäger Grafite zur Brust nehmen. Für Mittwoch kündigte Veh ein Gespräch mit dem Torschützenkönig der letzten Saison an.

Der Brasiianer hatte sich nach dem 1:1 in Bochum über seine Auswechslung in der 52. Minute beschwert. "Ich habe eine Geschichte in diesem Club und ein bisschen mehr Respekt verdient", kritisierte Grafite die Maßnahme des Trainers.

Veh zeigte für diese Unmutsäußerung kein Verständnis: "Ich habe ihn die ganze Zeit aufgestellt, obwohl er die Leistung nicht gebracht hat", kommentierte er Grafites Aussagen.

Nun droht dem 30-Jährigen wohl neben einer saftigen Geldtrafe in der nächsten Bundesliga-Partie gegen Borussia Mönchengladbach am 18. Oktober ein Platz auf der Bank.

Karriere-Ende für Ismael

Aufgrund seiner hartnäckigen Knieverletzung muss Abwehrspieler Valerien Ismael von Hannover 96 seine aktive Laufbahn beenden.

Gut ein Jahr nach seinem letztem Pflichtspieleinsatz für die Niedersachsen am 19. September 2008 bei Bayer Leverkusen brachte dem Franzosen ein unabhängiges medizinisches Gutachten nun traurige Gewissheit.

Therapeutische Maßnahmen seien nicht weiter erfolgversprechend. Auf lange Sicht bliebe Ismael nur das Implantat eines Gelenkersatzes in seinem vor rund drei Jahren operierten Knie.

Guerrero am Meniskus operiert

Bruno Labbadia muss noch einige Zeit auf seinen verletzten Torjäger Paolo Guerrero verzichten.

Laut dem "Hamburger Abendblatt" fand entgegen bisheriger Meldungen keine Operation am hinteren Kreuzband des Peruaners statt.

Der amerikanische Knie-Spezialist Richard Steadman nahm lediglich einen arthroskopischen Eingriff am Meniskus im linken Knie vor.

Da das ebenfalls betroffene vordere Kreuzband noch über ausreichende Stabilität verfügt, verzichteten die Ärzte auf eine erheblich kompliziertere OP des hinteren Bandes.

Dass Guerrero nun schon früher als geplant wieder auf dem Platz steht ist unwahrscheinlich, intern rechnet der HSV zunächst weiter mit einem Ausfall bis zum Saisonende.

Albert Streit zu Hertha?

Im Winter könnte es zu einer erneuten Zusammenarbeit zwischen Friedhelm Funkel und Albert Streit kommen.

Der Hauptstadtclub will nach der Talfahrt in der Bundesliga auf der einen oder anderen Position nachrüsten.

Top-Kandidat ist laut "Berliner Zeitung" Albert Streit, der bei Schalke 04 nur noch ein Reservistendasein führt.

Hertha-Coach Funkel kennt Alber Streit noch sehr gut aus gemeinsamen Frankfurter Zeiten.

Völler lobt Labbadia

Was Bayer-Sportdirektor Rudi Völler am Sonntagabend über den ehemaligen und seinerzeit in Ungnade gefallenen Leverkusener Coach Bruno Labbadia sagte, glich einer Lobeshymne.

"Bruno hat sich bestimmt weiterentwickelt. Der Bruno hat das in Leverkusen komplett sehr gut gemacht", sagte Völler in der Sendung Sky90 des Pay-TV-Senders Sky.

Nach einer tollen Hinrunde mit Leverkusen in der vergangenen Saison war die Kritik an dem früheren Bundesliga-Stürmer Labbadia immer lauter geworden.

Labbadia wurde dann nach der Saison vom HSV verpflichtet - angeblich verbunden mit einer Ablösesumme.

Am Sonntag wählte der Weltmeister von 1990 bewusst moderate Töne.

"Es gibt dann immer mal Probleme im Innenbereich, mit den Spielern, wenn du nicht mehr die Ergebnisse erzielst. Aber das darf man nicht überbewerten. Der Bruno hat seine Lehren daraus gezogen. Ich finde, der macht das in Hamburg sehr, sehr gut", erklärte Völler weiter.

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