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Eine stolze Bilanz: Claudio Pizarro traf für Bayern und Bremen 101-mal in der Bundesliga © getty

Gegen Famagusta war er "Chancentod", jetzt hofft Bremens Pizarro auf die große Wende. Die soll gegen seinen Ex-Klub gelingen.

Von Mathias Frohnapfel

Bremen - Die Enttäuschung hatte Werder-Stürmer Claudio Pizarro mittlerweile runtergeschluckt.

Darüber, dass er vier Großchancen kläglich vergab. Und auch darüber, dass er im Champions League-Spiel gegen Anorthosis Famagusta (0:0) in der 65. Minute ausgewechselt wurde.

"Pizza" bekommt eine neue Gelegenheit - im Bundesliga-Schlagerspiel am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) gegen Bayern München.

"Sehr enttäuscht"

"Ich bin sehr enttäuscht", sagte der Peruaner zu dem für ihn grausamen Abend im Weser-Stadion. Als Begründung nannte er die Spielpraxis, die ihm zuvor bei Chelsea London gefehlt habe.

"Claudio hatte sicher keinen guten Tag. Es passt noch nicht so", erklärte Werder-Manager Klaus Allofs nach dem Spiel.

Nun gehe es darum, dass er seinen Rhythmus finde. Am besten schon gegen den Erzrivalen aus der bayerischen Landeshauptstadt.

Allofs: "Bayern ist Favorit"

Allofs meinte: "Ich sehe uns nicht chancenlos, wir haben uns vorgenommen, etwas zu holen. Von der Tendenz her, ist Bayern aber Favorit."

Angreifer Pizarro fürchtet keineswegs, dass die Bremer nach der Nullnummer in der Königsklasse, verzagt zu seinem alten Arbeitgeber nach München reisen. "Nein, das gibt es nicht. Respekt ja, aber keine Angst."

"Zwei, drei Tore in München"

Angesprochen auf seine persönliche Form, philosophierte der Peruaner:

"Wenn ich in München zwei bis drei Tore mache, dann sind es vielleicht zehn Prozent, die fehlen. Ansonsten vielleicht mehr.

Bayern ist eine große internationale Mannschaft, Werder will erst dahin. Aber eigentlich sind wir so stark wie die Bayern."

Frings schimpft auf die Stürmer

Indes nahm Bremens Mittelfeldabräumer Torsten Frings nach dem torlosen Kick gegen Famagusta keine Rücksicht auf die seelischen Befindlichkeiten der Werder-Stürmer.

"Wie viele Chancen brauchen wir in der Champions League noch?", fragte er laut "Kreiszeitung Syke".

"Die vergebenen Chancen waren der Knackpunkt", so der "Fringser".

Baumann und Hunt zurück

Im Schlagerspiel kann Werder am Samstag voraussichtlich wieder auf Frank Baumann zurückgreifen.

Der Ex-Nationalspieler hat seine Rückenverletzung auskuriert. Auch Aaron Hunt hat nach einem Muskelfaserriss das Training wieder aufgenommen, genauso wie Petri Pasanen. Er plagte sich zuvor mit einer Grippe.

Ein Fragezeichen steht indes hinter dem Einsatz von Daniel Jensen (Probleme mit dem Sprunggelenk und der Achillessehne) sowie von Hugo Almeida (Rückenschmerzen).

Trainer Thomas Schaaf erklärte vor dem Gastspiel in der WM-Arena: "Wir wollen zeigen, dass wir aus den letzten Spielen gelernt haben."

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