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Ivica Olic spielte vor seinem Wechsel nach München für den HSV © getty

Der Kroate ist nicht der einzige Bayern-Stürmer, der verunsichert wirkt. Derweil macht sich Daniel van Buyten für Luca Toni stark.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Die Situation in Bayerns Angriffsabteilung scheint sich immer mehr in einen Nervenkrieg zu verwandeln.

"Wenn man einmal von Anfang an gespielt hat, hat man einen unglaublichen Druck, alles richtig zu machen", gestand Ivica Olic in der "Abendzeitung".

Und der Kroate, der sich sonst so kämpferisch gibt, bietet sogar freiwillig eine schöpferische Pause an.

"Vielleicht ist es für mich momentan besser, eingewechselt zu werden", sagte Olic.

Van Gaal bestraft Fehler

Als Joker fungierte der 30-Jährige bereits gegen den 1. FC Köln und in der Champions League gegen Juventus.

Trainer Louis van Gaal ist in seinen Entscheidungen unerbittlich, achtet penibel genau auf Fehler und ausgelassene Chancen.

Das musste auch schon Nationalspieler Mario Gomez erleben, der in Dortmund vom Feld musste, obwohl er wenige Minuten zuvor noch zum Ausgleich getroffen hatte.

Seine Spielweise hatte dem Trainer nicht zugesagt. Im CL-Spiel gegen Haifa saß Gomez dann erstmal auf der Bank.

"Das hat mich schon verunsichert", gab er später gegenüber Sport1.de zu.

Luca Toni pocht auf seine Chance

Olic ist also nicht der einzige Stürmer, bei dem van Gaals rigorose Linie das Selbstvertrauen nicht gerade wachsen lässt.

Aktuell befinden sich Olic und Gomez daher in der wenig geliebten Kategorie "Bayern-Joker". Luca Toni hätte diese Rolle nur allzu gern.

Nach seiner auskurierten Verletzung durfte der Italiener zuletzt nur auf der Tribüne Platz nehmen. Damit will sich der Weltmeister verständlicherweise nicht abfinden.

"Ich fühle mich gut und bin es ehrlich gesagt leid, nicht dabei zu sein", maulte Toni öffentlichkeitswirksam schon in der vergangenen Woche.

Nun bekommt er auch Unterstützung aus dem Team.159303(Diashow: Die Bayern auf der Wiesn)

Van Buyten: "Natürlich gehört Luca ins Team"

Der "Bild" sagte Daniel van Buyten: "Luca braucht Zeit, um wieder fit zu werden. Natürlich gehört er in die Mannschaft. Wenn Luca da ist, wird er alles geben, um uns zu helfen."

Allerdings weiß der Belgier auch um den großen Konkurrenzkampf im Sturmzentrum und betont daher, "der Trainer versucht, die beste Lösung zu finden".

Angesichts Platz acht und einer Frustwoche ohne Tore wird im Bayern-Kader die Unzufriedenheit stärker.

Das gilt vor allem für die Reservisten. Mittelfeldspieler Hamit Altintop sagt es geradeheraus. "Dass ich überhaupt nicht ran durfte, war hart. Es passt mir nicht", erklärte der türkische Nationalspieler.

Trainer rügt Schweinsteiger

Die Belastung nach den drei torlosen Partien hat auch Bastian Schweinsteiger angestachelt. "Zum Kotzen" fand er die Nullnummer gegen den 1. FC Köln.

Zumal Louis van Gaal danach den Nationalspieler laut "tz" gerüffelt haben soll.

Der Vorwurf: Schweinsteiger spiele zu sehr auf Sicherheit, er müsse stattdessen mehr das Spiel nach vorn antreiben.

Rummenigge: "Ein wichtiges Jahr für Bastian"

Karl-Heinz Rummenigge betonte derweil, wie wichtig Schweinsteiger für das System des Niederländers ist:

"Louis van Gaal traut ihm sehr viel zu, hat auch vollstes Vertrauen in Bastian."

Zugleich gibt der Bayern-Vorstandschef die Richtung für den 25-Jährigen vor. "Es ist sicher ein wichtiges - wenn nicht das wichtigste Jahr für Bastian", sagte Rummenigge.

Trainer Louis van Gaal wird die geplante Aufholjagd der Bayern erst ab der nächsten Woche wieder dirigieren. Der Niederländer ist in seiner Heimat, um dort seine Biografie zu präsentieren.

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