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Lucien Favre führte die Hertha letzte Saison in der Bundesliga auf Platz 4 © getty

Hertha BSC prüft, ob sich durch die Aussagen des Ex-Trainers viel Geld einsparen lässt. In Bremen legt Frings eine Trainingspause ein.

München - Ex-Trainer Lucien Favre hat sich mit seiner indirekten Kritik an den Klubbossen von Hertha BSC Berlin möglicherweise um viel Geld gebracht.

Der Tabellenletzte prüft nach der von Favre inszenierten Pressekonferenz acht Tage nach dessen Entlassung, ob die dort getätigten Aussagen Auswirkungen auf die Abfindungsmodalitäten haben. "Die rechtliche Prüfung dieser Angelegenheit läuft", bestätigte der Geschäftsführer Finanzen Ingo Schiller.

Favre, der dem Vernehmen nach mit etwa 1,3 Millionen Euro abgefunden werden sollte, hatte am Dienstag vor Journalisten unter anderem Präsident Werner Gegenbauer, der eigentlich als großer Fan und Unterstützer des Schweizers galt, indirekt kritisiert.

Gegen die Behauptung Favres, er habe bei der Transferpolitik zu viele Kompromisse eingehen müssen, wehrte sich Hertha-Manager Michael Preetz: "Die Personalplanungen für diese Spielzeit sind im Bewusstsein der wirtschaftlichen Gegebenheiten in jedem einzelnen Fall im Einvernehmen zwischen Lucien Favre und mir erfolgt."

Der siebte Verletzte

Einen weiteren Rückschlag musste der neue Trainer Friedhelm Funkel hinnehmen.

Mit Lukas Piszczek fällt der siebte Akteur aus. Beim polnischen Nationalspieler wurde eine Innenbanddehnung im linken Knie diagnostiziert. Damit fällt der Allrounder rund drei Wochen aus.

Nur einige Tage mit dem Training aussetzen muss dagegen Mittelfeldspieler Maximilian Nicu. Der Deutsch-Rumäne leidet an einer Knöchelprellung.

Dem Liga-Schlusslicht Hertha fehlen zudem weiterhin die verletzten Torhüter Jaroslav Drobny, Timo Ochs (beide Muskelfaserriss) und Christopher Gäng (Haarris im Fuß) sowie die Mittelfeldspieler Cicero (Muskelfaserriss) und Florian Kringe (Mittelfußbruch).

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Bundesliga zusammengefasst.

Frings legt Pause ein

Werder Bremens Kapitän Torsten Frings nimmt sich während der Länderspielpause trainingsfrei. Der Mittelfeldspieler leidet immer noch an einem Schlag auf den Fuß.

"Bei Torsten ist die Verletzung nicht entscheidend besser geworden, so dass er jetzt eine Pause macht. Es ist nichts Schlimmes, und da wir momentan die Zeit haben, ihn etwas zu schonen, tun wir das", sagte Trainer Thomas Schaaf.

Boenisch und Prödl wieder im Training

Der Werder-Coach konnte sich aber auch über zwei Rückkehrer freuen. Außenverteidiger Sebastian Boenisch hat seine Knieprobleme überwunden und kehrte nach knapp einwöchiger Verletzungspause ins Mannschaftstraining zurück.

Eine erste individuelle Einheit absolvierte derweil Abwehrspieler Sebastian Prödl, der Ende August wegen einer Gelenkkapselentzündung am Knie operiert worden war.

Duell mit Landsleuten als Ziel

"Ich würde sehr gern schon mehr machen, aber ich werde noch gebremst. Die ersten Schritte auf dem Platz tun gut", sagte der österreichische Nationalspieler.

Spätestens im Europa-League-Spiel am 5. November gegen seine Landsleute von Austria Wien will der Innenverteidiger aber ins Aufgebot der Bremer zurückkehren.

Babbel und Heldt kritisieren Einstellung

Nach dem schwachen Saisonauftakt haben Trainer Markus Babbel und Manager Horst Heldt die Einstellung der Spieler schwer kritisiert.

"Nach Erfolgen neigt der Mensch bewusst oder unbewusst dazu, es sich ein klein wenig bequemer zu machen. Und er denkt gern auch mal an sich selber", sagte Heldt in den "Stuttgarter Nachrichten".

Erst der Verein, dann die WM

Babbel erneuerte in der "Bild" die Vorwürfe an seine Nationalspieler. "Es reicht nicht, wenn nur noch von der WM geträumt wird. In erster Linie muss jeder an den Verein denken", sagte er.

"Die Nationalspieler müssen sich wieder bewusst werden, warum sie in die Nationalmannschaft berufen worden sind. Sie sollten sich zurückerinnern, dass sie nicht dabei sind, weil sie nette Kerle sind - sondern weil sie im Verein gute Leistungen gezeigt haben."

Mineiro meldet sich bei Schalke zurück

Der Brasilianer Mineiro ist ins wieder ins Schalker Mannschaftstraining eingestiegen. Der Mittelfeldmann absolvierte vier Wochen nach einer Meniskus-OP eine Einheit mit dem Ball und nahm am Trainingsspiel teil.

"Es ist wunderbar gelaufen", sagte Mineiro nach dem Belastungstest. Schmerzen am operierten Knie habe er dabei nicht verspürt.

Ob er bis zum nächsten Saisonspiel am 17. Oktober beim VfB Stuttgart wieder fit ist, bleibt fraglich. "Das entscheidet der Trainer. Aber ich arbeite dafür, dass ich das schaffen kann."

Mainz vervierfacht den Gewinn

Sportlich erfolgreich, finanziell gesund: Die Verantwortlichen des FSV Mainz 05 legten den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung einen äußerst positiven Bericht über die Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr vor.

So hat der 10.060 Mitglieder zählende Klub einen Gewinn von 2,73 Millionen Euro vor Steuern verbucht. Im Vorjahr hatte der Gewinn 682.000 Euro betragen.

Hauptgründe für den gesteigerten Gewinn des Tabellensechsten waren der Verkauf des Abwehrspielers Neven Subotic für über vier Millionen Euro zu Borussia Dortmund sowie das Erreichen des Halbfinals im DFB-Pokal.

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