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Jürgen Klopp war vor seinem BVB-Engagement Trainer bei Mainz 05 © getty

Im DSF-Doppelpass spricht BVB-Trainer Jürgen Klopp über die Situation in Dortmund und die Leistung der DFB-Elf.

München - Bei BVB-Trainer Jürgen Klopp und seinem Verein Borussia Dortmund läuft es derzeit wenig erfreulich. Der Saisonstart war mehr als durchwachsen, das Ziel "Internationales Geschäft" ist in weiter Ferne.

Der nicht gerade überzeugende Auswärtssieg bei Borussia Mönchengladbach änderte daran wenig.

Am Wochenende war Klopp aber auch wieder Fan. Der deutsche Sieg gegen Russland und die Qualifikation für die WM in Südafrika haben ihn begeistert.

Im DSF-Doppelpass spricht Klopp über die Lage beim BVB, die Leistung der Nationalmannschaft gegen das russische Team und die angedachte Vertragsverlängerung mit Joachim Löw.

Jürgen Klopp im DSF:

? über die aktuelle Situation bei Borussia Dortmund:

"Wir sind mit den Ergebnissen nicht zufrieden, wissen aber auch, dass nicht alles so schlecht war. Es ist nicht die Welt, die uns von der Region trennt, in die wir wollen.

Wir lassen uns nicht diese Unruhe einreden, die immer dazu kommt. Alle Beteiligten sind davon überzeugt, dass die personelle Konstellation so passt. Niemand sucht die Schuld beim Anderen.

Wir sind auf Arbeit eingestellt und genau so werden wir das auch angehen."

über die Folgen der verpassten Qualifikation zur Europa League:

"Wir wollen den maximalen sportlichen Erfolg. Nur weiß ich leider nicht, was es im Moment für uns bedeutet, maximal erfolgreich zu sein.

Letztes Jahr waren wir nah dran, uns zu qualifizieren. Wir haben uns dahin entwickelt - und das mit einer Mannschaft, von der man es nicht zwingend erwartet hat.

Die Qualifikation hätte den Unterschied machen können, aber nicht langfristig, sondern für den Moment. Es hat nur unsere Ausgangssituation verändert. Dann heißt es: Situation annehmen und damit richtig umgehen."

zur Leistung der deutschen Nationalelf gegen Russland:

"Es war von Beginn an eine sehr disziplinierte Vorstellung - ganz abgeklärt. Man hat der Mannschaft den Druck, der in den Spielern steckt, nicht angemerkt.

Sie haben ein Weltklasse-Tor gemacht und das Spiel mit ein bisschen Glück, aber noch viel mehr Geschick mit zehn Mann verteidigt.

Ich hätte als Trainer wenig auszusetzen gehabt. Die Mannschaft hat gestern von der ersten Sekunde an eine ganz große Sicherheit ausgestrahlt.

Dass die Russen noch mal aufkommen, ist das Normalste der Welt. Es war ein Heimspiel, es war auf einem Kunstrasenplatz - aber die Nachteile hat man unserer Mannschaft nicht angesehen.

Dementsprechend war es ein perfekter Abend."

über Theo Zwanzigers Angebot zur Verlängerung mit Joachim Löw:

"Das ist die beste Idee, die man haben kann. Jogi macht einen überragenden Job und stellt sich gut dar. Die Jungs waren gestern auf dieses Spiel eingestellt und haben das toll umgesetzt.

Dass jetzt der Trainer im Anschluss den neuen Vertrag unterschreiben soll, finde ich absolut nachvollziehbar."

über die Torwartsituation der deutschen Nationalmannschaft:

"Komfortabler geht es nicht. Egal, wen Löw einsetzt, er hat brutale Qualität zwischen den Pfosten. Die Jungs müssen jetzt ein bisschen Glück haben, im entscheidenden Moment im Tor zu stehen.

Rene Adler hat die Chance gestern genutzt. Die Entscheidung fällt nicht heute. Aber ich hätte bei jedem der vier ein super Gefühl."

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