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Kevin Kuranyi (l.) wechselte 2005 vom VfB Stuttgart zu Schalke 04 © getty

Schalkes Stürmer würde auf Geld verzichten und signalisiert Bereitschaft "einen leistungsbezogeneren Vertrag" zu unterzeichnen.

Von Mathias Frohnapfel

München - Wie sehr Schalke unter der Schuldenlast von 137 Millionen Euro leidet, hat Top-Verdiener Kevin Kuranyi in den vergangenen Wochen bestens mitbekommen.

Der Verein entließ mehrere Mitarbeiter, darunter einen Hausmeister, und Trainer Felix Magath kündigte mögliche Spieler-Verkäufe an.

Kuranyi selbst will allem Anschein nach gerne in Gelsenkirchen bleiben und dafür auf Gehalt verzichten.

Denn sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Kuranyi soll bislang rund 3,8 Millionen Euro verdienen.

"Würde auf Teil des Grundgehalts verzichten"

"Ich hätte kein Problem damit, leistungsbezogener bezahlt zu werden. Für den Klub würde ich zum Beispiel auf einen Teil meines Grundgehalts verzichten", sagte er der "Sport Bild".

Und der 27-Jährige gesteht, dass die Schalker Profis die finanzielle Schieflage teilweise mitzuverantworten haben.

"Eine gewisse Mitschuld haben die Spieler auch. Nur bei Erfolg kommt das Geld automatisch rein", erklärte Kuranyi.

"Vielleicht werden zukünftig wieder mehr Leute eingestellt, wenn wir weiter gewinnen und uns für das internationale Geschäft qualifizieren."

Stevens fragt nach Sinn von Entlassungen

Die jüngste Entlassungswelle hat auch im Schalker Umfeld für Verwunderung gesorgt.

Sport1.de-Kolumnist Huub Stevens stellte hierzu fest:

"Man muss auch mal nachfragen, was das bringt, wenn nun Mitarbeiter wie zum Beispiel ein Hausmeister entlassen werden? Das große Geld spart man so nicht ein. Ein Spielerverkauf würde mehr einbringen."

Berater: "Ganz wichtiges Jahr für Kuranyi"

Indes hat auch Kuranyis Berater Roger Wittmann auf die Situation seines Klienten reagiert.

Aus seiner Sicht steht der Stürmer "unter Druck. Das wird ein ganz wichtiges Jahr für ihn. Er will und muss jetzt erst einmal überragend trainieren und überragend spielen."

Zuletzt fiel Kuranyi grippekrank aus, kämpft sich jetzt wieder an die Mannschaft heran.

Hauskauf als Indiz pro Schalke?

"Schalke wird gerade neu geboren", meinte Wittmann daher in der "Bild". "Danach werden wir sehen, wo sich Kevin dabei sieht. Aber auch, was Felix Magath mit ihm vorhat."

Im Moment soll sich Kuranyi in Gelsenkirchen ein Haus suchen. Wittmann mochte das aber nur beding als Zeichen dafür werten, dass der Angreifer weiterhin bei den "Knappen" spielen wird.

"Ein Stückweit denkt er schon, dass er bleibt. Aber in sieben Monaten kann alles anders aussehen."

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