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Miroslav Klose, Mario Gomez und Philipp Lahm (v.l.n.r.) wollen in Freiburg wieder jubeln © imago

Seit drei Spielen ist der FC Bayern ohne Torerfolg. Gegen Freiburg muss der Knoten platzen. Ansonsten wird es immer enger.

München - Trotz hochkarätiger Offensive ist der FC Bayern seit drei Pflichtspielen ohne Torerfolg.

Auf dem Rekordmeister lastet nun der Druck, diese Durststrecke im Auswärtsspiel beim SC Freiburg (ab 15 Uhr LIVE) beenden zu müssen.

Denn nur mit Toren können die Bayern verhindern, dass der Hamburger SV oder Bayer Leverkusen, die im direkten Duell (ab 18.15 Uhr LIVE) aufeinander treffen, an der Tabellenspitze weiter davon ziehen.

Acht Punkte beträgt der Rückstand auf den HSV und die Werkself bereits.

"Wir müssen das Tor erzwingen", sagt Bastian Schweinsteiger, der sich der angespannten Situation der Bayern bewusst ist: "Man kann fast sagen: Gott sei Dank haben wir eine kleine Drucksituation. Dadurch sind wir vielleicht noch konzentrierter und gehen effektiver mit unseren Chancen um."

Sollte der Knoten platzen, rechnet Schweinsteiger durchaus auch mit weiteren Treffern: "Wir müssen versuchen, mit aller Gewalt dieses erste Tor zu machen. Dann kann es sein, dass schnell das zweite und dritte folgt, weil der Gegner aufmachen muss."

Toni will sich beweisen

Für die Bayern spricht, dass der SC Freiburg mit bereits 17 Gegentreffern außer Hertha BSC Berlin (20) das abwehrschwächste Team der Bundesliga ist.

Allerdings fehlen den Münchner mit Arjen Robben, Franck Ribery und Ivica Olic drei Hochkaräter in der Offensive (die Aufstellungen).

Luca Toni feiert in Freiburg seine Liga-Premiere. Auch der wieder genesene Mark van Bommel und Anatoliy Tymoshchuk stehen in der Startelf.

Sport1.de hat die Fakten zu den Samstagsspielen.

VfB Stuttgart - Schalke 04

Beim VfB will der noch leicht angeschlagene Nationalspieler Sami Khedira spielen, erste Alternative wäre Neuzugang Zdravko Kuzmanovic. Sicher in der Startelf steht Stuttgarts Star Alexander Hleb.

Schalkes Trainer Felix Magath muss möglicherweise auf den Griechen Vasileios Pliatsikas (Knöchelverletzung). Dabei ist wieder der Brasilianer Mineiro.

Werder Bremen - 1899 Hoffenheim

Werder ist seit zwölf Pflichtspielen ungeschlagen und blieb in den vergangenen vier Ligapartien ohne Gegentor. Trainer Thomas Schaaf muss aber auf Mittelfeldspieler Tim Borowski (Rückenverletzung) verzichten. Die Hoffenheimer plagen vor allen Dingen in der Abwehr große Personalsorgen.

In Marvin Compper, Josip Simunic und Per Nilsson drohen gleich drei etatmäßige Innenverteidiger wegen Verletzungen auszufallen. Im vergangenen Jahr sahen die Fans beim 5:4-Sieg Werders ein spektakuläres Spiel.

1. FC Köln - FSV Mainz 05

Der FC muss auf den rotgesperrten Portugiesen Maniche verzichten. Mit einer Knöchelprellung vom Länderspiel zurückgekehrt ist Lukas Podolski, der Stürmer sieht aber keine Probleme für einen Einsatz gegen Mainz.

Der slowenische Nationalstürmer Milivoje Novakovic wird wohl zunächst auf der Bank sitzen. Die Länderspielpause haben die Mainzer genutzt: Angeschlagene Spieler wie Elkin Soto, Florian Heller, Heinz Müller sowie Andre Schürrle, der im Sommer nach dem A-Junioren-Finale kaum Erholungszeit hatte, konnten etwas kürzer treten und ihre Akkus aufladen.

Eintracht Frankfurt - Hannover 96

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge fallen bei den Frankfurtern, die noch auf den ersten Heimsieg warten, die gesperrten Marco Russ, Selim Teber und Pirmin Schwegler sowie Aleksandar Vasoski (Rippenbruch) aus.

Der Einsatz von Stürmer Ioannis Amanatidis (Kniebeschwerden) ist stark gefährdet. Auch Defensivspieler Patrick Ochs (Zerrung der hinteren Oberschenkelmuskulatur) ist angeschlagen.

Hannover, das weiterhin auf Nationaltorhüter Robert Enke verzichten muss, stehen insgesamt zehn Profis verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Am Freitag meldeten sich Konstantin Rausch und Valdet Rama ab.

SC Freiburg - Bayern München

Aufsteiger Freiburg muss gegen die Bayern auf Innenverteidiger Pavel Krmas (Oberschenkel) und die verletzten Stürmer Tommy Bechmann (Syndesmose) und Jonathan Jäger (Achillessehne) auskommen.

Den Bayern fehlen Franck Ribery (Patellasehne), Ivica Olic (Wade) sowie Arjen Robben (Knie). Kapitän Mark van Bommel ist wieder fit und läuft erstmals seit dem ersten Spieltag wieder auf.

1. FC Nürnberg - Hertha BSC Berlin (alle Sa., 15.30)

Club-Trainer Michael Oenning will mit zwei Stürmern beginnen - wohl mit Christian Eigler und Albert Bunjaku. Issac Boakye bleibt demnach nur die Jokerrolle. Die Abwehrkette wird vom wiedergenesenen Kapitän Andreas Wolf dirigiert, der Schweizer Daniel Gygax bekommt im rechten Mittelfeld eine Bewährungschance.

Schlusslicht Hertha, das die vergangenen sieben Spiele verloren hat, muss auf den verletzten Stammtorhüter Jaroslav Drobny verzichten. Im Tor steht Sascha Burchert, der beim Debüt von Trainer Friedhelm Funkel gegen den Hamburger SV (1:3) drei kuriose Treffer kassierte.

Hamburger SV - Bayer Leverkusen (Sa., 18.30)

Der HSV gewann alle seiner vier bisherigen Liga-Heimspiele und kann Bayer mit einem Sieg von der Tabellenspitze verdrängen. Trainer Bruno Labbadia, der in der vergangenen Saison noch auf Leverkusens Bank saß, muss aber verletzungsbedingt auf sechs potenzielle Stammkräfte verzichten.

Nach den Ausfällen von Paolo Guerrero und Mladen Petric steht in Marcus Berg nur noch ein gestandener Stürmer im Kader.

Bayer-Coach Heynckes muss weiter auf Michal Kadlec (Syndesmoseverletzung) und Patrick Helmes (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) verzichten. Für das Spitzenspiel in Hamburg muss er sich im Mittelfeld zwischen dem zuletzt starken Toni Kroos und Renato Augusto entscheiden.

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