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Da jubeln sie: Für Werder ist es der vierte Heimspiel-Sieg hintereinander © getty

Pizarro und Mertesacker schießen den Erfolg heraus gegen zu harmlose Hoffenheimer. Entscheidend ist aber Elfmeter-Töter Wiese.

Bremen - Werder Bremen hat seinen Höhenflug in der Bundesliga fortgesetzt.

Die seit 13 Pflichtspielen ungeschlagenen Hanseaten gewannen das Verfolgerduell gegen 1899 Hoffenheim mit 2:0 (2:0) und festigten vor dem Europa-League-Duell am kommenden Donnerstag bei Autria Wien ihren Platz in der Spitzengruppe.

Für die Kraichgauer ist ihr Zwischenhoch nach der zweiten Niederlage in Folge hingegen vorerst beendet.

Claudio Pizarro brachte die Gastgeber nach 18 Minuten mit seinem sechsten Saisontor in Führung. Nationalspieler Per Mertesacker erhöhte nur vier Minuten später auf 2:0.

"Elfmeter war Startschuss"

"Wir haben ein bisschen gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Der Elfmeter war dann der Startschuss", resümierte Werder-Coach Trainer Thomas Schaaf.

Und weiter: "Danach haben wir uns immer mehr gesteigert und in der Defensive sehr gut gestanden. Die Mannschaft hat hervorragend gespielt, ich bin sehr zufrieden."

In der Tat nahm die Partie vor 33.916 Zuschauern erst nach einer knappen Viertelstunde an Fahrt auf.

Kein Vergleich zum Vorjahr

Der Kick erinnerte zunächst nur wenig an das Offensivspektakel des vergangenen Jahres als Werder die Kraichgauer mit 5:4 besiegt hatte.

In der 14. Minute bekamen die Gäste dann aber die erste große Chance zur Führung. Nach einer Attacke von Werder-Keeper Tim Wiese an Maicosuel entschied Referee Knut Kircher (Rottenburg) auf Strafstoß.

Carlos Edauardo scheiterte jedoch an Wiese und brachte auch den Nachschuss nicht im Tor unter.

Elfmeter-Fehlversuch als Weckruf

Die Platzherren reagierten entschlossen auf diesen Weckruf und erhöhten das Tempo.

Im Anschluss an eine Ecke traf Pizarro per Kopf und schien damit endgültig für die Initialzündung bei seinem Team gesorgt zu haben. So legten die Hanseaten nach einer weiteren Standardsituation umgehend durch Mertesacker nach.

Dieses Mal sorgte eine Freistoß-Hereingabe von Mesut Özil für Unordnung in Hoffenheims Hintermannschaft, in der Trainer Ralf Rangnick die zuletzt angeschlagenen Josip Simunic und Marvin Compper von Beginn an aufbieten konnte.

Salihovic und Ibisevic zunächst draußen

Dafür schonte Rangnick zunächst seine beiden Stars Sejad Salihovic und Vedad Ibisevic, die unter der Woche für Bosniens Nationalmannschaft im Einsatz waren.

Salihovic ersetzte jedoch bereits nach elf Minuten den verletzten Andreas Beck, setzte aber vor der Pause kaum Akzente. Stattdessen blieben die defensiv konzentrierteren und organisierteren Bremer durch Konter immer gefährlich.

Mit dem Wiederanpfiff kam dann auch Ibisevic.

Rangnick hadert

Gegen die starke Bremer Abwehr erzielte aber auch der Torjäger bei den über weite Strecken wenig durchschlagskräftigen Offensivbemühungen der Hoffenheimer zunächst ebenfalls keine Wirkung.

"Wir haben ganz stark begonnen und waren in den ersten 20 Minuten klarer Chef im Ring. Leider haben wir dann den Elfmeter nicht genutzt und kurz darauf Claudio Pizarro auch noch zu allem Überfluss frei zum Kopfball kommen lassen", meinte 1899-Trainer Ralf Rangnick.

Und weiter: "Nach vorne haben wir einfach nicht konsequent genug den Abschluss gesucht."

Auch Mertesacker stark

Stattdessen setzte Werder immer wieder Nadelstiche, sorgte aber für nichts Zählbares mehr.

Bei den Gastgebern waren Mertesacker, Özil und Marin die Besten. Hoffenheim hatte seine stärksten Spieler in dem bemühten Maicosuel und Ibisevic.

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