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Rowen Fernandez hat bislang 19 Spiele für Südafrika absolviert © getty

München - Die "T"-Frage beschäftigt derzeit viele Bundesligaklubs.

Nicht nur der FC Bayern München geht mit Michael Rensing als neue Nummer eins in die Saison.

Der FC Schalke 04 braucht aufgrund der Verletzung von Manuel Neuer eine Alternative für die ersten Saisonspiele.

Aber auch der VfL Bochum und Arminia Bielefeld wechseln ihre Stammtorhüter und die Aufsteiger Köln und Hoffenheim bringen ebenfalls frisches Blut zwischen die Pfosten.

Im zweiten Teil gibt Sport1.de gibt einen weiteren Überblick über die Torhüter-Situation bei den Klubs. +

Arminia Bielefeld: Frontzeck legt sich früh fest

Die alte Saison war noch gar nicht beendet, da legte Michael Frontzeck vorsorglich schon einmal die Torhüter-Hierarchie für die kommende Spielzeit fest.

Der Arminen-Trainer wollte "keinen Konkurrenzkampf ausrufen" und bestimmte Rowen Fernandez vor Koblenz-Rückkehrer Dennis Eilhoff zur neuen Nummer eins der Ostwestfalen.

Dass der Südafrikaner kein Schlechter ist, bewies er in der abgelaufenen Saison, als er DSC-Urgestein Mathias Hain verdrängte und in 15 Einsätzen fünf "weiße Westen" vorweisen konnte.

VfL Bochum: Eine "Maschine" aus Portugal

Wie Bielefeld vertraut auch der VfL Bochum zur neuen Saison auf einen Fernandez, allerdings mit "s" am Ende.

Bereits vor einem Jahr wollten die Westfalen den 24-jährigen Daniel Marcio Fernandes von PAOK Saloniki loseisen, doch die Griechen lehnten ab.

Dieses Jahr klappte der Transfer des 1,95-Meter-Modelathleten für 1,1 Millionen Euro schließlich und Torwart-Trainer Peter Greiber ist vom Neuen begeistert.

"Er hat einen Körper wie ein Zehnkämpfer. Eine Maschine, nicht kleinzukriegen", lobte der Experte.

"Technisch muss er sich verbessern, beim Festhalten oder Ablenken der Bälle", hat Greiber allerdings auch Schwachstellen ausgemacht. "Aber Eins gegen Eins und im Strafraum ist er schon stark."

1899 Hoffenheim: Mit "Rambo" zum Klassenerhalt

Sage und schreibe 45 Tore und 23 Vorlagen gingen in der abgelaufenen Saison auf das Konto der Bayern-Spieler Luca Toni, Franck Ribery und Miroslav Klose.

Und Ramazan Özcan vom Aufsteiger Hoffenheim kann es kaum erwarten, gegen solche Spieler anzutreten.

"Ich freue mich riesig auf Spieler wie Toni und Ribery sowie die vielen geilen Stadien", sagte der Hoffenheimer Schlussmann im "kicker".

Seit der Jugend wird der in Österreich geborene Keeper "Rambo" genannt, "weil das einfacher auszusprechen war und ich schon damals nicht zurückgezogen habe". Knüpft er an seine starken Auftritte aus der Aufstiegssaison an, könnte es das Bayern-Trio gegen ihn schwer haben.

Denn obwohl Özcan erst in der Winterpause von Red Bull Salzburg kam, ließ er in seinen 17 Einsätzen nur 13 Gegentore zu und spielte zehn Mal zu Null.

1. FC Köln: Mondragon mit 37 zum Bundesliga-Debüt

Insgesamt 39 Bundesliga-Spielzeiten hat der 1. FC Köln nun schon hinter sich, nur zwei Jahre jünger ist sein Stammtorhüter und Bundesliga-Debütant Faryd Mondragon.

Als einer der wenigen Spieler zeigte Mondragon in der abgelaufenen, wechselhaften Saison konstant gute Leistungen, während der Rest des Teams häufig wie die "launische Diva vom Rhein" auftrat.

Nicht zuletzt deshalb ist der Routinier vor Nachwuchstalent Thomas Kessler (22) die klare Nummer eins und "mit seiner Persönlichkeit" laut FC-Trainer Christoph Daum sogar "ein Kandidat fürs Kapitänsamt".

Jan Reinold

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