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Bruno Labbadia hat mittlerweile nur noch zwei gesunde Stürmer © getty

Der HSV beklagt den nächsten verletzten Stürmer und bleibt gegen Leverkusen erstmals ohne Tor. Im Januar soll nachgelegt werden.

Hamburg - Bruno Labbadia konnte nicht glauben, was er da in der 38. Minute des Spitzenspiels gegen Bayer Leverkusen sah.

Der 19 Jahre alte Tolgay Arslan wälzte sich nach einem harten Einsteigen von Arturo Vidal auf dem Rasen und musste nach kurzer Behandlung mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung ausgetauscht werden.

Nach den Top-Angreifern - Mladen Petric und Paolo Guerrero sind bereits schwer verletzt - gehen dem Hamburger SV nach dem 0:0 gegen Bayer Leverkusen auch noch die Ersatzstürmer aus.

Nächster verletzter Stürmer beim HSV

Der Deutsch-Türke war mit viel Elan in sein erstes Bundesligaspiel gegangen, nun droht eine lange Pause.

"Es sah nicht gut aus", sagte Labbadia nach Ansicht des fatalen Zweikampfes. Der ebenfalls erst 19 Jahre alte Tonay Torun musste in die Bresche springen.

Auch Torun machte seine Sache gegen die von Sami Hyypiä glänzend organisierte Abwehr der Leverkusener nicht schlecht.

Aber nicht wenige Beobachter waren sich sicher, dass die erfahrenen und abgezockten Petric und Guerrero die Chance in der 78. Minute genutzt hätten, als Torun im Strafraum aus kurzer Distanz Gonzalo Castro anschoss.

Erstmals ohne Treffer

So blieben die Hamburger, die Bayer nicht von der Tabellenspitze stürzen konnten, erstmals in dieser Saison ohne eigenes Tor und konnten sich am Ende sogar bei Frank Rost bedanken, dass sie das Spiel nicht noch verloren.

Der Torwart klärte in der Schlussphase zweimal erstklassig gegen Hyypiä (86.) und Stefan Kießling (89.). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Ich bin nicht unzufrieden. Das Team hat viel investiert, es fehlte jedoch letztendlich die Durchschlagskraft", sagte Labbadia.

Der HSV-Trainer zählt bereits die Spiele bis zum Beginn er Wintersaison.

Zwölf sind es noch, das nächste steht bereits am Donnerstag in der Europa League bei Celtic Glasgow an, dann folgt am Sonntag das Auswärtsspiel beim Tabellendritten Schalke 04.

Richtungweisende Begegnungen ohne A-Sturm, denn auch Neun-Millionen-Mann Marcus Berg hat noch nicht ganz die Umstellung auf die Bundesliga geschafft.

Neuverpflichtungen im Winter

"Wir haben eine Notsituation, die nicht schön ist", sagt Labbadia, "wir können bis zum Winter keinen Stürmer mehr holen, außer Arbeitslose. Aber bis die fit sind, ist die Hinrunde auch vorbei."

Deshalb hat er auch auf eine Verpflichtung des Polen Ebi Smolarek verzichtet, der nach einer Woche Probetraining durchgefallen war. HSV-Chef Bernd Hoffmann hat bereits die eigentlich geplanten Investitionen in einen Umbau der Arena verschoben.

Möglicherweise wird das dafür vorgesehene Geld im Winter dann doch in Beine statt Steine investiert.

"Wenn wir den Ausfall von Guerrero und Petric nicht merken würden, hätten wir in der Kaderplanung etwas falsch gemacht", sagte Hoffmann.

"Jetzt muss der Rest des Kaders sehen, dass wir die Ausgangssituation bis zur Winterpause ordentlich halten."

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