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Uli Hoeneß ärgert sich über zu viele Länderspiele und fordert Veränderungen © getty

Der Bayern-Manager fordert die Bundesliga auf, sich gegen zu viele Länderspiele zur Wehr zu setzen und fordert Veränderungen.

Uli Hoeneß, Manager von Rekordmeister Bayern München, will die Bundesliga-Vereine wegen der angeblichen Länderspiel-Flut gegen den DFB mobilisieren.

"Ich werde das bei der nächsten DFL-Sitzung zum ganz großen Thema machen. Ich werde beim DFB beantragen, dass sich die Vereine das nicht mehr gefallen lassen. Denn so geht die Bundesliga kaputt", sagte Hoeneß der "tz".

Die Bundesliga sei zu einer Farce und einem Randereignis verkommen, weil es nach der gerade beendeten Länderspiel-Pause im November wieder zwei Wochen keine Bundesliga-Spiele gebe.

Hoeneß kritisiert vollen Länderspielkalender

"Die Länderspiele waren früher die Sahne auf dem Kaffee, jetzt gibt es andauernd welche", sagte Hoeneß:

"Es kann doch zum Beispiel nicht sein, dass jetzt, wo es keine Qualifikationsspiele mehr gibt, so alberne Länderspiele gegen Chile und Ägypten stattfinden. Die sollen die Bundesliga in Ruhe spielen lassen und aufhören mit ihrer Testerei."

Nationalspieler Philipp Lahm schlug vor, dass die südamerikanischen Länder ihre Spiele künftig am Dienstag statt am Mittwoch austragen könnten.

"Vielleicht könnten sie dann am Samstag in der Bundesliga spielen. Bislang kommen die südamerikanischen Nationalspieler oft erst am Freitag von den langen Reisen zurück, dann wird es am Samstag schwer mit dem Einsatz", sagte Bayern-Spieler Lahm.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Bundesliga:

Hertha entlässt Favre

Hertha BSC Berlin hat seinen ehemaligen Trainer Lucien Favre fristlos entlassen. "Wir haben die fristlose Kündigung ausgesprochen", teilte Pressesprecher Gerd Graus am Montagabend mit.

Die Hertha, derzeit Tabellenletzter, hatte den Schweizer am 28. September freigestellt und Friedhelm Funkel als Nachfolger verpflichtet.

Wenn Favre die fristlose Kündigung nicht akzeptieren sollte, könnte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen. Aber auch eine außergerichtliche Einigung ist noch möglich.

Amanatidis fehlt gegen die Bayern

Eintracht Frankfurt muss im Punktspiel am kommenden Samstag (ab 15.30 Uhr LIVE) bei Bayern München definitiv ohne seinen angeschlagenen Stürmer Ioannis Amanatidis auskommen.

Wie die Hessen am Montag bestätigten, fällt der Grieche wegen einer Zerrung im Oberschenkel mindestens für eine Woche aus.

Laut Eintracht-Trainer Michael Skibbe soll Amanatidis in der nächsten Woche nicht am Mannschaftstraining teilnehmen und behandelt werden.

Ob der 27-Jährige im Achtelfinale des DFB-Pokals am 28. Oktober gegen die Bayern wieder zur Verfügung steht, ist fraglich.

Amanatidis hatte zuletzt mit Knie- und Wadenproblemen zu kämpfen. Beim 2:1-Sieg der Eintracht am vergangenen Samstag gegen Hannover 96 war der 27-Jährige deshalb erst in der 68. Minute eingewechselt worden.

Köln muss auf Wome verzichten

Der 1. FC Köln muss in den kommenden zwei bis vier Wochen ohne Pierre Wome auskommen. Der Linksverteidiger zog sich bei der Partie gegen Mainz 05 einen Muskelfaserriss in der Wade zu. Dies teilte der Verein am Montag mit.

Die Angreifer Milivoje Novakovic und Mannaseh Ishiaku können derzeit nicht am Training teilnehmen. Kapitän Novakovic musste wegen eines Magen-Darm-Virus passen und Ishiaku bekam wegen eines Trauerfalls in der Familie einen Tag Sonderurlaub.

Der Stürmer soll am Dienstag wieder ins Training einsteigen.

Daems wohl fit fürs Derby

Borussia Mönchengladbach kann im rheinischen Derby am Samstag gegen den 1. FC Köln wohl wieder auf Kapitän Filip Daems zurückgreifen.

"Die Kernspinuntersuchung hat ergeben, dass im Innenband nichts kaputt ist. Es ist wohl nur eine Reizung und nicht so schlimm. Ich hoffe, dass ich am Mittwoch wieder ins Training einsteigen kann", sagte Daems.

Der Belgier hatte erst am Sonntag in der Begegnung beim VfL Wolfsburg (1:2) nach mehrmonatiger Verletzungspause sein Comeback gegeben.

Dort hatte er sich bei einem Zweikampf mit Grafite verletzt und musste in der 76. Minute ausgewechselt werden.

Kind sieht wenig Chancen für Abschaffung der 50+1-Regel

Martin Kind hat wenig Hoffnung, dass sein Antrag, der die Abschaffung der 50+1-Regel im deutschen Fußball vorsieht, erfolgreich ist.

Die 36 Profi-Klubs werden auf der nächsten Mitgliederversammlung am 10. November über die gewünschte Satzungsänderung abstimmen.

"Die Mehrheit von 75 Prozent zu erreichen, erscheint mir momentan nicht realistisch. Deshalb ist wichtig, dass das Signal gesendet wird: Wir müssen uns mit diesem Thema auseinandersetzen", sagte Kind bei "Sky".

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