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Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Karl Hopfner (v.l.) bilden aktuell den FCB-Vorstand © getty

Der Vorstandsvorsitzende verlängert seinen Vertrag um weitere zwei Jahre, wie der FC Bayern Sport1.de bestätigt.

Aus Bordeaux berichtet Daniel Rathjen

Bordeaux - An der Vereinsspitze rotiert das Personal. Aber es herrscht weiter Kontinuität beim FC Bayern.

Karl-Heinz Rummenigge bleibt für weitere zwei Jahre Vorstandsvorsitzender.

"Ich habe meinen Vertrag bis zum 31.12.2011 verlängert", hatte der 54-Jährige vor dem Champions-League-Spiel gegen Girondins Bordeaux erwähnt.(Tippen Sie die Spiele im Sport1.de-Champions-League-Rechner!)

Tatsächlich leistete er die Unterschrift bereits vor zwei Monaten, wie der Verein Sport1.de bestätigte.

Uli Hoeneß wird auf der Mitgliederversammlung am 27. November bekanntlich den seit 1994 amtierenden Franz Beckenbauer als Präsident ablösen.

Hoeneß würde dann auch den Aufsichtsratsvorsitz in der AG vom "Kaiser" übernehmen. Beckenbauer soll zum Ehrenpräsidenten gewählt werden.

Rummenigge ist dann Vorsitzender des zunächst nur noch zweiköpfigen Vorstandes. Er führt die AG seit ihrer Schaffung Anfang 2002 an. Der 57-jährige Hoeneß ist seitdem sein Stellvertreter.

"Große Umstellung für den Verein"

Dritter Mann im Vorstand ist Finanzchef Karl Hopfner (57), dessen Vertrag noch bis Ende 2011 läuft. "Das ist eine große Umstellung für den Verein und den Vorstand", erklärt Rummenigge.

Allerdings hatte Hoeneß bereits mehrfach betont, ein "sehr aktiver" Präsident sein zu wollen. Sein Büro in der Vorstands-Etage an der Säbener Straße wird er deshalb auch behalten.

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"Ich bin froh, dass Uli im Klub bleibt und damit Kontinuität erhalten bleibt. Er hat als Manager Meilensteine gesetzt", weiß Rummenigge.

Vorstandsarbeit vorerst zu zweit

Einen Nachfolger für Hoeneß im Vorstand gibt es noch nicht. Laut Rummenigge werde man das "erstmal zu zweit machen".

Christian Nerlinger soll als Sportdirektor den sportlichen Part von Hoeneß übernehmen. Der 36 Jahre alte Ex-Profi wird aber zunächst nicht in den Vorstand aufrücken.

Wer die vielfältigen Aufgaben von Hoeneß im Marketingbereich übernimmt, ist noch nicht entschieden. Dort scheint eine externe Lösung wahrscheinlich.

Wie lange dagegen Luca Toni noch bei Bayern stürmt, steht noch nicht fest. Doch der Italiener denkt immer konkreter an eine Rückkehr in seine Heimat.

Toni kokettiert mit Wechsel

"Ich habe vier wirklich schwierige Monate hinter mir. Es war offenkundig, dass mich der Trainer nicht mochte. Ich kann nicht sagen, dass ich im Winter in München bleibe. Das hängt von der Situation ab", sagte der 32-Jährige der "Gazzetta dello Sport".

Er sei froh, dass er zuletzt wieder bei den Bayern "gespielt und die Komplimente des Klubs erhalten habe. Dies bedeutet, dass ich trotz der Schwierigkeiten gewissenhaft gearbeitet habe", meinte Toni weiter.

Sollte er seinen Platz im Angriff aber räumen müssen, könne er sich einen Wechsel vorstellen. "Ich will spielen, das ist ein wichtiges Jahr für mich", sagte er mit Blick auf die WM 2010 in Südafrika, an der er mit Weltmeister Italien teilnehmen will.

Neapel angeblich interessiert

Toni wird in seiner Heimat mit dem SSC Neapel in Verbindung gebracht. "Sollte man über einen Transfer diskutieren, wird es keine Auseinandersetzungen geben", sagte er dazu.

Rummenigge hatte am Dienstag allerdings ausgeschlossen, dass die Bayern im Januar einen Stürmer abgeben und Toni gelobt.

Dies wiederum nahm der erfreut zur Kenntnis: "Diese Worte sind die ersten Komplimente nach schwierigen Monaten."

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