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Bastian Schweinsteiger (l.) freut sich mit Daniel van Buyten über das 2:1 © imago

Nach dem 2:1 gegen Frankfurt spricht Bastian Schweinsteiger über die Situation, den Stürmer-Fluch und das Ziel bis zur Winterpause.

Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Sein schwarz-grünes Pali-Tuch hatte er lässig über die Lederjacke geschwungen.

Auch Bastian Schweinsteiger war lässig nach dem 2:1 des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt.

Dabei war die Krise des FC Bayern zwischenzeitlich klar präsent.

Als sich ein weiterer Rückschlag abzeichnete, schlug Daniel van Buyten doch noch zu und sorgte mit seinem Siegtreffer in vorletzter Minute für große Erleichterung.

Bei einem Remis wäre nach der Enttäuschung in der Champions League in Bordeaux (1:2) der Druck auf Trainer Louis van Gaal noch größer geworden.

"Wochenende ist gerettet"

So haben die Münchner und der niederländische Coach vor dem erneuten Duell am Mittwoch im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen die Eintracht wenigstens etwas Ruhe.

"Wir haben uns alle ausgemalt, was passiert, wenn wir verlieren, dann wären wir natürlich alle unruhig geworden." 166305(DIASHOW: Der 10. Spieltag)

"Mit dem 2:1 ist das Wochenende gerettet. Ich bin überzeugt, dass wir ab jetzt dominant auftreten, sonst wären wir nicht der FC Bayern. Mir san mir", sagte Manager Uli Hoeneß.

Glücklicher Erfolg

Auch van Gaal war nach dem knappen, letztendlich aber verdienten Last-Minute-Sieg "sehr zufrieden", zumal er mit seinen Wechseln nach eigener Aussage sehr glücklich war.

"Wir haben nun innerhalb von acht Tagen zumindest auf Leverkusen den Abstand von acht auf vier Punkte verkürzt."

Als sehr wichtigen Sieg stuft auch Schweinsteiger die Partie ein.

Im Interview spricht der 25-Jährige über die Not der Stürmer, den kuriosen Spielverlauf gegen Frankfurt und das Ziel bis zur Winterpause.

Frage: Herr Schweinsteiger, der Rückstand zur Spitze wurde verkürzt. Ist das die wichtigste Folge des Spiels gegen die Eintracht?

Bastian Schweinsteiger: Ja, die drei Punkte waren schon sehr wichtig. Die Welt sieht noch nicht gut aus, aber sie sieht schon ein bisschen besser aus. Jetzt wollen wir bis zur Winterpause alle Punkte holen. Das ist unser Ziel.

Frage: Warum tut sich der FC Bayern momentan so schwer?

Schweinsteiger: Keine Ahnung. Keiner hat damit gerechnet, dass Frankfurt in Führung geht. Das ist schon wie ein Fluch. Wir machen so viel für das Spiel, kreieren viele Chancen, haben viel Ballbesitz und sind überlegen. Dann kommt der einmal durch und macht das Tor.

Frage: Die Rettung kam dann erst in der letzten Sekunde...

Schweinsteiger: Gegen so defensiv eingestellte Mannschaften ist es immer sehr schwierig. Dann haben wir aber alles nach vorne geworfen und noch verdient gewonnen.

Frage: Was haben Sie sich gedacht, als van Gaal plötzlich in der heißesten Phase des Spiels Stürmer Luca Toni auswechselte und Abwehrspieler Martin Demichelis brachte?

Schweinsteiger: Ich habe mir schon gedacht, dass der Daniel nach vorne geht und mit seiner Kopfballstärke für Gefahr sorgen soll. Der Trainer hat alles richtig gemacht.

Frage: Aber ist das nicht ein Armutszeugnis für die Stürmer, dass erst ein Abwehrspieler für die Entscheidung sorgen muss?

Schweinsteiger: Es ist mir komplett egal, wer die Tore macht. Hauptsache wir haben die Punkte, das ist viel wichtiger.

Frage: Kurios ist es trotzdem. Woran liegt es?

Schweinsteiger: Ich weiß es auch nicht. Ich bekomme den Ball ja auch nicht über die Linie zurzeit. Das ist bei den anderen ebenso. Es ist schwierig zu erklären. Vielleicht ist es auch nur in der Hinrunde der Fall und in der Rückrunde anders. Ich hoffe aber, dass sich das so schnell wie möglich ändert und auch unsere Stürmer wieder treffen.

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