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Arne Friedrich bestritt gegen Wolfsburg sein 210. Bundesliga-Spiel © getty

Mit dem Punktgewinnn gegen Wolfsburg stoppt Berlin den Abwärtstrend. Derweil wird über eine Heimkehr des Stürmers spekuliert.

Berlin - Dem ersten kleinen Erfolgserlebnis unter Trainer Friedhelm Funkel folgte die Versöhnung mit den Fans.

Nach dem 0:0 gegen den VfL Wolfsburg 166305(Die Bilder des Spiels) und einer überzeugenden Vorstellung marschierte die gesamte Berliner Mannschaft in die Kurve der zuletzt arg verärgerten Hertha-Fans und feierte mit dem Anhang den Punkt wie einen Sieg.

Nach acht Niederlagen in Folge ist der freie Fall der Berliner vorerst gestoppt.

Lob vom Coach

"Das war ein erster Schritt aus der Krise. Wir waren über 90 Minuten in der Lage, das Spiel offen zu gestalten. Wir haben hinten endlich mal sicher gestanden. Wie die Mannschaft gearbeitet hat, macht Mut für die Zukunft", lobte Funkel, nachdem die Hertha im vierten Pflichtspiel unter seiner Regie den ersten Punktgewinn verbuchte."

"Endlich hat jeder begriffen, dass wir im Abstiegskampf stecken. Wir sind nun auf dem richtigen Weg. Den müssen wir weitergehen. Dann kommen wir da raus", sagte Kapitän Arne Friedrich. "Wir haben gezeigt, dass wir noch leben", meinte Mittelfeld-Abräumer Pal Dardai(DATENCENTER: Tabelle)

Hertha weiter am Ende

Der erste Schritt aus der Krise ist also gemacht, aber weitere Schritte müssen folgen. Denn die Situation bleibt prekär. Seit zweieinhalb Monaten sind die Berliner ohne Sieg und in der Tabelle bleibt der Hauptstadt-Klub mit nur vier Punkten abgeschlagen Letzter.

"In den ersten ein, zwei Wochen hat man der Mannschaft angemerkt, dass sie in einer schwierigen Situation steckt. Jetzt sind wir aber auf einem guten Weg", ergänzte Funkel. Mit dem 0:0 konnte zudem der drohende Bundesliga-Negativrekord von zehn Pleiten hintereinander abgewendet werden.

Punkt für Misimovic zuwenig

Der Meister war dagegen enttäuscht. "Für uns war der Punkt zu wenig. Wir wollten gewinnen, um oben ranzukommen. Wir haben es aber in der ersten Halbzeit versäumt, ein Tor zu machen", sagte Zvjezdan Misimovic.

Zwar ist der VfL seit nun fünf Spielen unbesiegt, durch das Remis rutschten die Niedersachsen aber in der Tabelle aus den Europa-League-Plätzen.

Marschroute Einsatz

Vor 36.799 Zuschauern im Berliner Olympiastadion begannen beide Teams forsch. Vor allem die Hausherren zeigten sofort den von Funkel geforderten bedingungslosen Einsatz und zogen damit auch die zuletzt kritischen Fans wieder auf ihre Seite.

Der VfL schien vom zweikampfstarken Auftritt der Hertha, die nach Balleroberungen oft den direkten Weg nach vorne suchte, sichtlich beeindruckt und tat sich gegen das abwehrschwächste Team der Liga schwer.

Zwar hatte der Meister mehr Spielanteile, doch die besseren Chancen besaßen die Berliner.

Dejagah angeblich Thema bei Hertha

Wirbel gab es um Ashkan Dejagah, der an alter Wirkungsstätte von Beginn an auflaufen durfte und eine ordentliche Leistung bot.

Der U-21-Nationalspieler steht angeblich gemeinsam mit Liverpools Stürmer Andrej Voronin, der in der vergangenen Saison mit elf Treffern maßgeblich am Berliner Höhenflug beteiligt war, auf Herthas Einkaufsliste für die Winterpause.

"Ich weiß von nichts. Ich konzentriere mich nur auf Wolfsburg, Hertha ist erst einmal kein Thema", sagte der Mittelfeldspieler, dessen Vertrag beim VfL am Saisonende ausläuft. Trotz der Gerüchte um eine Rückkehr wurde Dejagah, der von 2000 bis 2007 für Hertha spielte, von den Berliner Fans ausgepfiffen.

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