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Seit dem Sommer arbeiten Uli Hoeneß (l.), Jürgen Klinsmann und Rummenigge zusammen © getty

Nach dem Bremen-Spiel erwägt der Bayern-Coach nun doch die Rotation. Veränderungen sind auch in der Führungspitze ein Thema.

München - Zwei Tage nach dem 2:5-Debakel gegen Werder Bremen in der Bundesliga steht der Deutsche Rekordmeister Bayern München noch unter Schock.

"Es ist mächtig viel, was wieder in richtige Bahnen geführt werden muss. Es wurde uns am Samstag gezeigt, dass man noch einiges verbessern muss", sagte Philipp Lahm am Montag.

Der Nationalspieler gab sich aber dennoch zuversichtlich: "Ich bin mir sicher, dass wir in der Bundesliga genügend Spiele gewinnen werden, um am Ende ganz oben zu stehen."

Ein anderes Gesicht zeigen

Vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg am Mittwoch (ab 20 Uhr LIVE) versucht Jürgen Klinsmann derweil eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen.

"Es kommt darauf an, so schnell wie möglich eine Reaktion zu zeigen - und das werden wir", sagte der Trainer.

Der 44-Jährige setzt darauf, dass die Mannschaft im bayerischen Derby ein völlig anderes Gesicht präsentiert als bei der Demontage durch die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf.

Ribery und Klose fraglich

Hoffnung verbreitet auch die angestrebte Rückkehr von Mittelfeldspieler Franck Ribery und Stürmer Miroslav Klose. Beide haben ihre Blessuren auskuriert, ob sie gegen den Club von Beginn an spielen werden, ist aber noch offen.

"Wir werden ihn uns im Training ganz genau anschauen und dann entscheiden, ob Franck von Anfang an auflaufen wird oder besser von der Bank kommt", sagte Klinsmann. Der französische Nationalspieler hatte bei der EM einen Syndesmoseriss erlitten.

Nachdenken über Rotation

Selbstkritisch hat sich Klinsmann mittlerweile mit der ersten Saisonniederlage auseinandergesetzt. "Wir diskutieren, ob wir vielleicht eine kleine Rotation hätten machen sollen", sagte der ehemalige Bundestrainer in der "ARD-Sportschau". Im Nachhinein sei man immer ein bisschen schlauer, ergänzte er.

Noch direkt nach dem Bremen-Spiel hatte der Bayern-Coach einer Rotation eine Absage erteilt.

"Uns ist wichtig, dass sich die Mannschaft erst einmal findet und in den Rhythmus kommt. Das mit der Rotation kommt dann von alleine", erklärte der Nachfolger von Ottmar Hitzfeld.

Mehr arbeiten im Training

Inzwischen hat Klinsmann umgedacht. "Unser Programm in den nächsten Wochen und Monaten hat es in sich und wir hoffen, dass wir die richtigen Spieler auswählen und es zusammenpasst."

Denn gegen Bremen habe einiges nicht zusammengepasst. Deshalb werde im Training auch wieder mehr gearbeitet.

Nicht jeden hinterfragen

Für Lahm muss sich vor allem die Defensive steigern. "Klar ist, dass wir verbessern müssen, wie eine Mannschaft verteidigt. Es ist international entscheidend, dass man wenig Torchancen zulässt." sagte der Linksverteidiger.

Lahm agierte zuletzt in Klinsmanns 3-5-2 im linken Mittelfeld. Er komme gut zurecht. "Aber da müssen alle Aufgaben klar verteilt sein", forderte der 24-Jährige.

Für Teamkollege Tim Borowski ist es notwendig, dass jetzt "nicht jeder den anderen hinterfragt und Fehler bei anderen sucht".

Hoeneß hört 2009 auf

Unterdessen ist Klinsmanns Wunsch, Uli Hoeneß solle seinen für Ende des kommenden Jahres geplanten Rücktritt als Manager verschieben, eine Absage erteilt worden.

"Uli Hoeneß wird im November 2009 Franz Beckenbauers Nachfolger als Präsident", sagte Karl-Heinz Rummenigge dem "kicker".

Nachfolge in der Winterpause

Der Vorstandsvorsitzende erklärte weiter, man müsse nach dem Ausstieg von Hoeneß "gewiss einige Schwierigkeiten" einkalkulieren, "aber es muss auch ohne Uli positiv weitergehen".

In der Weihnachtszeit, kündigte Rummenigge an, soll die Nachfolge von Hoeneß besprochen werden.

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