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Kevin Kuranyi wechselte 2005 vom VfB Stuttgart zum FC Schalke © getty

Schalke beißt sich in der Spitzengruppe fest. Gegen Leverkusen fordert Kevin Kuranyi einen Sieg und will an Bayer vorbeiziehen.

Von Robert Gherda

München ? Wie gut ist Schalke 04 Diese Frage stellen sich Fans und Medien in dieser Saison gleichermaßen.

In der Liga liegt die stark verjüngte Mannschaft nach 10 Spieltagen auf Platz vier mit Kontakt zur Spitze und zeigte zuletzt eine begeisternde Vorstellung beim 3:3 gegen den Hamburger SV.

Auch im Pokal stehen die "Königsblauen" nach dem souveränen 3:0-Erfolg bei 1860 München im Viertelfinale und mit jedem Erfolg wächst das Selbstvertrauen der jungen Wilden.

So wünscht sich Benedikt Höwedes wie selbstverständlich den FC Bayern als nächsten Gegner im Pokal.

Schalker werden selbstbewusst

"Wir müssen eh jeden Gegner schlagen und da können die Bayern gerne kommen", erklärte der Verteidiger.

Trotz des guten Saisonstarts tritt Trainer Felix Magath jedoch auf die Euphoriebremse und betont fast gebetsmühlenartig, dass die Mannschaft "noch kein Spitzenteam" sei.

Kevin Kuranyi stimmt seinem Coach vor dem Schlager am Samstag gegen Bayer Leverkusen (ab 18 Uhr LIVE) gegenüber Sport1.de zu.

"Mannschaft fehlt noch vieles"

"Wir haben ein paar Spiele gewonnen, aber natürlich fehlt dieser Mannschaft noch vieles, um eine Spitzenmannschaft zu sein", sagte der Stürmer. "Momentan machen wir das aber durch harte Arbeit und große Laufbereitschaft wett."

Kuranyi sieht das Team derzeit auf einem guten Weg:

"Momentan fehlt noch, dass wir als Mannschaft besseren Fußball zeigen und mehr kombinieren", erklärte der zweifache Torschütze gegen den HSV. "Aber wir wissen, dass wir viel erreichen können, wenn wir noch einen Tick besser spielen."

Kuranyi will an Leverkusen vorbeiziehen

Gegen Leverkusen will Kuranyi dies gleich umsetzen und mit einem Sieg an der Werkself vorbeiziehen.

"Wir spielen zu Hause und natürlich wollen wir das Spiel gewinnen und unseren Fans ein gutes Spiel zeigen", so Kuranyi, der jedoch großen Respekt vor dem Tabellenführer hat.

"Wir wissen, dass Leverkusen sehr spielstark und zu Recht Tabellenführer ist. Deswegen wird es kein einfaches Spiel."

Marcelo Bordon sieht Schalke mittlerweile aber auf Augenhöhe mit den Spitzenteams der Bundesliga, wie er Sport1.de bestätigt.

"Ich weiß nicht, wie es gegen Leverkusen läuft, aber Hamburg ist auch eine Spitzenmannschaft und da sind wir gelaufen und haben klasse gekämpft", geht der Abwehrchef optimistisch ins Spitzenspiel. (Zum HSV-Nachbericht)

"In der zweiten Halbzeit gegen den HSV haben wir auch gut gespielt und einen 0:2-Rückstand aufgeholt. Wir sind bereit."

Moritz will weiter mit den Fans feiern

Youngster Christoph Moritz hat ebenfalls Blut geleckt. "Es ist immer wieder ein neues Erlebnis mit den Fans einen Sieg zu feiern. Ich würde das gerne auch in den nächsten Wochen wiederholen", hofft der Mittelfeldspieler.

"Und auch gegen Leverkusen haben wir diese Chance, wenn wir genauso kompakt auftreten wie gegen Hamburg und gegen 1860 München jeweils in der zweiten Halbzeit."

Neben Moritz wird Felix Magath gegen Leverkusen wohl wieder Rafinha im Mittelfeld aufstellen, der nach hinten durch Benedikt Höwedes abgesichert wird. So will der Trainer für mehr Druck über außen sorgen und die beste Abwehr der Liga knacken.

Rafinha wieder im Mittelfeld

Benedikt Höwedes ist jedenfalls vom Zusammenspiel mit dem Brasilianer begeistert.

"Das Zusammenspiel klappt sehr gut. Ich verrichte die Defensivarbeit und halte Rafinha den Rücken frei", erklärte der 21-Jährige.

"Er ist sehr schnell und dribbelstark und bringt super Flanken rein. Wir ergänzen uns ganz gut."

Sollte Schalke Leverkusen tatsächlich schlagen, ist es sogar möglich, dass die "Knappen" als Tabellenführer eine Woche später zum FC Bayern fahren.

Dann wird auch Magath wohl nicht mehr bestreiten können, dass Schalke aktuell eine Spitzenmannschaft darstellt.

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