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Sein Tor lässt Dortmund jubeln: Nuri Sahin (l.), hier gegen Herthas Nemanja Pejcinovic © getty

Die Hertha kann auch in Dortmund nicht gewinnen. Die Gastgeber gehen durch ein Elfmetertor in Führung. Barrios macht alles klar.

Dortmund - Auch nach dem vierten Spiel unter Friedhelm Funkel wartet Hertha BSC Berlin weiter auf das erste Erfolgserlebnis mit dem neuen Trainer.

Beim 0:2 (0:0) bei Borussia Dortmund verlor das Bundesliga-Schlusslicht auch das sechste Auswärtsspiel der Saison (DATENCENTER 11. Spieltag).

Vier magere Punkte und der schlechteste Saisonstart der Vereinsgeschichte stehen nach elf Spieltagen für die Gäste zu Buche, während die Westfalen mit nunmehr zehn Zählern aus den letzten vier Begegnungen das obere Tabellendrittel wieder in Sichtweite haben.

Nuri Sahin per Foulelfmeter in der 60. Minute und Lucas Barrios mit seinem vierten Saisontor in der Nachspielzeit erzielten die Treffer und versöhnten die Fans für eine insgesamt nur mäßige Vorstellung.

Funkel bemängelt Offensivqualität

"Heute war mehr drin", meinte Hertha-Kapitän Arne Friedrich: "Wir hatten ein paar Chancen, aber wir haben es nicht geschafft, den Abwehrriegel der Dortmunder zu durchbrechen."

Auch Trainer Friedhelm Funkel sah die Probleme im Spiel nach vorne. "Wir haben defensiv gut gestanden und es dem Gegner sehr schwer gemacht. Im Spiel nach vorne haben wir aber zu wenig Qualität, wir erarbeiten uns zu wenige Chancen und haben nicht die Durchschlagskraft, um Tore zu erzielen. Daran müssen wir arbeiten, arbeiten, arbeiten."

"Lucas hat alles klar gemacht"

Dortmunds Torschütze Sahin war zufrieden: "Bis zum 1:0 haben wir hervorragend gespielt, danach haben wir ein wenig nachgelassen. Aber Lucas hat alles klar gemacht."

BVB-Trainer Jürgen Klopp war nach Abpfiff erleichtert: "Es war kein leichter Start für uns. Aber danach haben wir ein Klassespiel gemacht. Das 1:0 haben wir erzwungen. Insgesamt geht der Sieg in Ordnung, wir waren die aktivere Mannschaft."

Dede muss verletzt raus

Drei Tage nach der Pokal-Blamage beim Drittligisten VfL Osnabrück (2:3) war zunächst von einer Trotzreaktion des BVB nur wenig zu sehen. Denn die Hertha überraschte die Gastgeber mit einer stürmischen Anfangsphase.

Schon in den ersten beiden Minuten spielten sich im Dortmunder Strafraum turbulente Szenen ab. So musste sich Dede nach einem Fehler von BVB-Torhüter Roman Weidenfeller in den Schuss von Lukasz Piszczek werfen, um einen frühen Rückstand zu verhindern.

Der Brasilianer prallte in dieser Aktion mit Mats Hummels zusammen und musste bereits in der 17. Minute wegen Schwindelgefühlen und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung gegen U-21-Europameister Marcel Schmelzer ausgewechselt werden 168868(Die Bilder).

BVB zunächst mit Problemen

Die Borussia hingegen fand zunächst nicht ins Spiel und keine wirksamen Mittel gegen das Forechecking der Berliner. Folglich sahen die Fans nur wenige gelungene Kombinationen und Angriffsaktionen der Gastgeber gegen die gut organisierte Berliner Defensive.

Die erste vielversprechende Möglichkeit hatte Nelson Valdez (26.) mit einem Kopfball. Der Angriffsdruck des BVB erhöhte sich erst gegen Ende der ersten Halbzeit, und die Hertha-Abwehr hatte Schwerstarbeit zu leisten.

Mohamed Zidan und Mats Hummels mit einem Kopfball neben das Tor vergaben weitere Möglichkeiten. Dennoch blieb vieles nur Stückwerk.

Die Quittung waren gellende Pfiffe der Fans zur Halbzeit.

Kacar verursacht Elfmeter gegen Owomoyela

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff vergab Valdez die nächste gute Chance. So bedurfte es schließlich eines Elfmeters zur Führung. Nach einem Foul des Serben Gojko Kacar an Patrick

Sahin ließ dem ansonsten starken Jaroslav Drobny im Hertha-Tor keine Chance. In der Folge setzte die Borussia nach, agierte jedoch oft zu überhastet, um das Ergebnis deutlicher zu gestalten.

Erst nach dem Gegentreffer suchte auch die Hertha, die nach dem 0:0 am vergangenen Wochenende gegen Meister Wolfsburg auch in Dortmund einen leichten Aufwärtstrend andeutete, den Weg in die Offensive.

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