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Schütze des Goldenen Tors in Freiburg: Hoffenheims Maicosuel © getty

Der Brasilianer trifft traumhaft in Freiburg und lässt 1899 in der Tabelle einen Satz machen. Nur am Ende wird leicht gezittert.

Freiburg - 1899 Hoffenheim ist der große Spieltag-Gewinner.

Die Kraichgauer dürfen sogar wieder von der erneuten Herbstmeisterschaft träumen.

Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick gewann das badische Derby bei Aufsteiger SC Freiburg mit 1:0 (1:0) und feierte als einziges der Spitzenteams am 11. Spieltag einen Sieg.

Mit drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Bayer Leverkusen kletterten die Hoffenheimer auf Platz fünf.

Freiburg rutschte nach der vierten Niederlage in Folge dagegen weiter in die Abstiegszone.

Hildebrand stimmt Jubeltöne an

"Jetzt haben wir noch ein Heimspiel gegen Wolfsburg, da können wir uns richtig oben festsetzen", sagte Keeper Timo Hildebrand nach Abpfiff.

Und weiter: "Ohne Häme gegen Freiburg, aber schlechter als in der ersten Halbzeit konnten sie nicht spielen. Da hätten wir schon 3:0 oder 4:0 führen können. Dann wäre die zweite Halbzeit einfacher geworden."

Maicosuels goldener Schuss

Der Brasilianer Maicosuel (39.) führte Hoffenheim mit seinem zweiten Saisontor zum ersten Pflichtspielsieg in Freiburg.

Mit einem platzierten Schuss aus 17 Metern ließ Maicosuel Freiburgs Schlussmann Simon Pouplin keine Chance.

Nach zwei Auswärts-Niederlagen beim FSV Mainz 05 (1:2) und bei Werder Bremen (0:2) war der Auftritt der Hoffenheimer vor allem in der ersten Halbzeit eine Demonstration der Stärke.

Erste Halbzeit wie ein Topteam

Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Freiburger Stadion und unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw agierten die Kraichgauer im Stil einer Heim-Mannschaft und setzten den Sport-Club von Beginn an unter Druck.

Zunächst konnte Pouplin gegen Maicosuel (4.) und 1899-Torjäger Vedad Ibisevic (38.) noch einen Rückstand verhindern.

Beim Treffer von Maicousel war der Freiburger Torhüter aber schließlich ohne Abwehrmöglichkeit.

Ba und Obasi wieder draußen

Bei Hoffenheim meldeten sich Nationalverteidiger Andreas Beck und Abwehr-Routinier Josip Simunic wieder gesund und kehrten in die Startelf zurück.

Dagegen musste Rangnick in der Offensive erneut auf die Verletzten Chinedu Obasi und Demba Ba verzichten.

Beim SC hatte Trainer Robin Dutt seine Formation im Vergleich zum 0:3 in Mainz auf einer Position verändert. Eke Uzoma spielte im defensiven Mittelfeld für Julian Schuster von Beginn an.

Idrissou verpasst Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel wurden die Freiburger stärker. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Mohamadou Idrissou, dessen Kopfball (63.) knapp über das Tor strich.

Auch in der Schlussphase kamen die Breisgauer noch mal auf, ließen die Gäste zumindest leicht um den Dreier bangen.

Zuvor hatten die Hoffenheimer auf der Gegenseite durch Kapitän Sejad Salihovic (58.) und Carlos Eduardo (60.) Chancen zum 2:0 vergeben.

Bei Freiburg konnte lediglich Keeper Pouplin überzeugen.

Eduardo wie entfesselt

Bei Hoffenheim ragten Maicosuel, Salihovic und der wenige Tage nach seiner ersten Nominierung für die brasilianische Nationalmannschaft wie entfesselt aufspielende Carlos Eduardo aus einer geschlossen starken Mannschaft heraus.

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