Bayern-Manager Uli Hoeneß verspricht die Tabellenführung noch vor Weihnachten. Das hat durchaus nachvollziehbare Hintergründe.

Die Leistung seiner Münchner beim 0:0 in Stuttgart kann es nicht gewesen sein, die Bayern-Manager Uli Hoeneß nach der Begegnung zu der Äußerung verleitet hat, der Rekordmeister werde schon vor Weihnachten wieder von der Tabellenspitze grüßen.

Harmlos und uninspiriert kamen die Bayern daher. Ein Umstand, dem Ex-Bayer Markus Babbel seine weitere Tätigkeit als Teamchef des VfB zu einem guten Teil mitverdankt.

Dass Hoeneß die Abteilung Attacke dennoch aus gutem Grund wiederbelebt, lässt sich mit einem Blick auf die übrigen Resultate des Spieltags erklären.

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Denn die komplette Spitzengruppe trat auf der Stelle, Hamburg ließ sich sogar sämtliche Punkte von den auswärts länger nicht mehr positiv aufgefallenen Mönchengladbachern stiebitzen.

Bremen rettete mit einem starken Finish wenigstens einen Zähler in Nürnberg, Schalke tat Selbiges gegen Leverkusen.

Bayer verpasste im Wissen um die Patzer der Konkurrenz die große Chance, die Tabellenführung auszubauen. Ohne den angeschlagen ausgewechselten Sami Hyypiä fehlte der besten Abwehr der Liga in der Schlussphase die gewohnte Stabilität.

Dass es nicht zwangsläufig besser ausgeht, wenn man einen lädierten Innenverteidiger auf dem Feld belässt, belegt das Beispiel des Hamburgers Jerome Boateng.

Spitzenreiter Leverkusen bleibt also in Schlagdistanz der Bayern, die in den nächsten beiden Spielen nun Schalke und eben Bayer begegnen.

Dem Unterhaltungswert der Liga kann ein knapper Titelkampf nur gut tun, selbst oder gerade wenn es wie an diesem Spieltag zu einem Schneckenrennen mutiert.

Denn vom Spektakel solcher Aufholjagden wie denen von Mönchengladbach, Werder und Schalke kann der neutrale Fußballfreund nie genug bekommen.

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