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Schnuppert mit Hoffenheim wieder an der Herbst-Meisterschaft: Coach Ralf Rangnick © getty

Hoffenheim schielt plötzlich wieder auf die Herbstmeisterschaft. Im Breisgau schleicht sich dagegen Abstiegsangst ein.

München - Klub-Mäzen Dietmar Hopp dürfte zufrieden sein, wenn er auf die Tabelle schaut: 1899 Hoffenheim gehört wie in der Vorsaison zu den Anwärtern auf die Herbstmeisterschaft.

Denn: Nach dem 1:0-Sieg im badischen Derby gegen den SC Freiburg trennen die Kraichgauer plötzlich nur noch drei Punkte von der Spitze.

Ihren Aufwärtstrend bestätigten die Mannen von Trainer Ralf Rangnick beim 1:0 in Freiburg besonders in der starken Halbzeit eins.

"In der ersten Hälfte gibt es nur zu kritisieren, dass wir nicht 3:0 oder 4:0 führen", erklärte Trainer Ralf Rangnick nach Abpfiff.

Freiburger Abstiegsängste

Ernst mutet die Situation dagegen bei den Freiburgern an:

Nach der vierten Niederlage in Folge rutscht der Aufsteiger allmählich immer tiefer in den Tabellenkeller, schleicht sich die Abstiegsangst ein.

Freiburg trauert um Stocker

Vom Schwung der ersten Spiele ist im Breisgau kaum noch etwas übrig geblieben.

Zudem wurde das Spiel gegen Hoffenheim von der Todesnachricht des Freburger Präsidenten Joachim Stocker überschattet.

Der SC-Präsident erlag im Alter von 74 Jahren den Folgen eines Herzinfarkts.

Die Nachricht erreichte die Freiburger umittelbar vor Abpfiff, das Sportliche rückte durch die tragische Nachricht in den Hintergrund.

1899 Gewinner des Spieltags

Hoffenheim schielt nach dem Erfolg wieder nach ganz oben, darf sich angesichts der Patzer der unmittelbaren Konkurrenz als Sieger des 11. Spieltags fühlen.

"Jetzt haben wir noch ein Heimspiel gegen Wolfsburg, da können wir uns richtig oben festsetzen", meinte Timo Hildebrand.

Und der Keeper ergänzte: "Ohne Häme gegen Freiburg, aber schlechter als in der ersten Halbzeit konnten sie nicht spielen. Da hätten wir schon 3:0 oder 4:0 führen können. Dann wäre die zweite Halbzeit einfacher geworden."

Hildebrand schielt nach oben

Von der Herbstmeisterschaft wollte zumindest Hildebrand aber (noch) nichts wissen. "Im Winter Erster zu sein, bringts nichts. Das hatten wir in Hoffenheim schon einmal."

Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison war Hoffenheim als Aufsteiger Herbstmeister geworden, dann aber in der Rückrunde eingebrochen.

So oder so ist Hoffenheim gegenwärtig aber wieder auf dem richtigen Weg - und nicht gewillt, die Negativ-Entwicklung der Vergangenheit noch einmal hinzulegen.

"Die anderen Ergebnisse haben uns heiß gemacht"

"Alles in allem war es die beste erste Hälfte in dieser Saison", sagte Rangnick und gab sich damit wesentlich forscher als Hildebrand. "Die Ergebnisse von gestern haben meine Mannschaft heiß gemacht."

Die Hoffenheimer Elf scheint in der Tat immer besser zu funktioneren, die Neuzugänge inzwischen vollauf integriert.

Maicosuel freut sich über seinen Treffer

Es war bezeichnend, dass mit Maicosuel (39.) einer der neuen Spieler das Tor des Tages erzielte.

"Ich bin superglücklich über meinen Treffer, er war sehr wichtig fürs Team", erklärte der Brasilianer. "Wir haben damit einen großen Sprung in der Tabelle machen können."

Zumal die Hoffenheimer nach zuletzt zwei Niederlagen auch in der Fremde endlich wieder punkteten. "Wir haben bewiesen, dass wir auch auswärts von Beginn an präsent sein können", freute sich Manager Jan Schindelmeiser.

Wolfsburg als nächster Prüfstein

In der nächsten Wochen haben die Hoffenheimer Meister aus Wolfsburg zu Gast.

Dann wird sich zeigen, ob Rangnicks Elf tatsächlich wieder das Zeug hat für nach ganz oben. Und ob Hopp noch zufriedener sein kann.

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