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Uli Hoeneß will mit den Bayern in neue finanzielle Dimensionen vorstoßen © getty

Mit dem Einstieg eines Autobauers stößt der Rekordmeister offenbar in bisher völlig unbekannte finanzielle Dimensionen vor.

München - Bislang kamen die für Bundesliga-Verhältnisse schwer fassbaren Summen nur als unkommentierte Zukunftsmusik daher.

Nun aber wird es offenbar konkret - und der Hauptbeteiligte redet drüber:

Wie Klub-Manager Uli Hoeneß in der TV-Sendung "Sky90" verriet, soll es sich bei dem bevorstehenden Einstieg des Autobauers Audi beim FC Bayern um einen langfristigen Vertrag in dreistelliger Millionenhöhe handeln.

"Das ist eine Beteiligung und ein langfristiger Vertrag", sagte Hoeneß.

"Wir reden da über ganz andere Beträge"

Und weiter: "Wir reden da über ganz andere Beträge. Das ist ein Betrag, der weit über 100 Millionen sein wird - alles zusammen."

Im Paket seien "ein Werbevertrag und eine Beteiligung" enthalten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Hoeneß ließ zudem eine Spitze in Richtung Liga-Konkurrenz los: "Wenn Schalke schon 25 (Millionen Euro, Anm. d. Red.) bekommt, müssen wir ja ein bisserl mehr bekommen."

Diese Summe hatte der in finanzielle Schieflage geratene Revierklub kürzlich für den Verkauf weiterer Arena-Anteile von einem Energiedienstleister bekommen.

Vollzug zur Hauptversammlung

Noch vor der Jahresversammlung am 27. November soll der Deal mit Audi dem Vernehmen nach offiziell bekannt gegeben werden.

Was das Ganze nochmals in eine ganz andere Dimension katapultieren würde: Laut "Bild" soll das Geschäft insgesamt sogar mehr als 200 Millionen Euro schwer sein - und damit das Doppelte in die Kasse spülen.

Dabei werde der Ingolstädter Autobauer rund 90 Millionen Euro für gut 9 Prozent an der FC Bayern AG zahlen. Hinzu komme ein Werbevertrag über die Laufzeit von 10 Jahren, hieß es.

200 Millionen, aber keine Superstars?

Die Träume der Fans, dass die Bayern für Riesen-Summen fortan teure Superstars vom Kaliber eines Cristiano Ronaldo (für 93 Millionen Euro von Manchester United zu Real Madrid, Anm. d.Red.) nach München holen, dürften sich wohl aber kaum erfüllen.

Das Geld solle komplett in die Finanzierung der Arena fließen, schrieb "Bild". 168868(DIASHOW: Die Bilder vom 11. Spieltag)

Bereits 2001 hatte Adidas für 10 Prozent der Bayern-Anteile 77 Millionen Euro gezahlt, die damals in den Stadion-Bau flossen.

Auch Telekom bleibt wohl voll dabei

Was den Bayern gute Einnahmen auch ohne Audi beschert: Die Telekom soll ihren Vertrag als Hauptsponsor bis 2013 verlängern (bisher 20 Millionen pro Jahr).

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