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Eintracht Frankfurt ist Michael Skibbes dritte Bundesliga-Station als Trainer © getty

Frankfurts Coach Skibbe probiert offenbar, seinen Ex-Klub Leverkusen vor dem Freitagsspiel zur Überheblichkeit zu ermuntern.

Leverkusen - Ist es Michael Skibbes ehrlicher Glaube an seinen Ex-Klub - oder ein als Lob getarnter Psycho-Trick, um die Leverkusener zur Überheblichkeit zu ermuntern?

"Leverkusen wird Meister", sagte der Cheftrainer von Eintracht Frankfurt vor dem Duell am Freitag (ab 20 Uhr LIVE) bei Tabellenführer Bayer Leverkusen.

Gut zweieinhalb Jahre war der einstige DFB-Trainer beim Werksklub tätig, musste aber im Mai 2008 gehen.

"Natürlich ist das ein besonderes Spiel für mich. Ein Großteil der Spieler hat noch unter mir trainiert", sagte Skibbe.

Wohlige Underdog-Rolle

Der Heimkehrer fühlt sich mit seinem Team in der krassen Außenseiterrolle pudelwohl.

Skibbe hofft, dass die Hessen ähnlich wie am ersten Spieltag beim 3:2 bei Pokalsieger Werder Bremen wieder einem der Arrivierten ein Bein stellen können.

Zuletzt hat der 2:1-Erfolg gegen den VfL Bochum aufkeimende Unruhe in der Main-Metropole verhindert.

Leistungsträger Schwegler

Einer der Leistungsträger in Reihen der Eintracht ist der Ex-Leverkusener Pirmin Schwegler.

Skibbe freut sich über die "echte Verstärkung, wir haben Pirmin genau zum richtigen Zeitpunkt geholt".

Der Schweizer selbst war gewechselt, "weil ich mehr spielen wollte". Dies ist in Frankfurt im Gegensatz zu seiner Leverkusener Zeit der Fall.

Adler fällt aus

Beim Spitzenreiter wurde indes im Vorfeld des Spiels weniger über die Ex-Leverkusener Skibbe und Schwegler als vielmehr über das entzündete Auge von Nationaltorwart Rene Adler diskutiert.

Adler wird nach Rat eines Augenspezialisten gegen die Eintracht pausieren und höchstwahrscheinlich auch der Nationalmannschaft für die beiden Testspiele in Köln gegen Chile (14. November) und in Gelsenkirchen gegen die Elfenbeinküste (18. November) nicht zur Verfügung stehen.

Vertreten wird Adler durch das Leverkusener Eigengewächs Fabian Giefer. Ersetzen muss der Erfolgscoach ohnehin die verletzten Stammkräfte Renato Augusto, Simon Rolfes, Michal Kadlec und Patrick Helmes.

Auch Eintracht-Keeper droht Ausfall

Große Verletzungssorgen haben auch die Frankfurter. Der griechische Angreifer Ioannis Amanatidis muss sich am Montag in Augsburg einer Knie-OP unterziehen und fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Torwart Oka Nikolov laboriert an einer Prellung am Knie, möglicherweise feiert Ralf Fährmann sein Debüt im Tor bei der Eintracht.

Patrick Ochs fällt mit einem Rippenbruch aus.

"Kein realistisches Ziel"

Die Vorschusslorbeeren von Skibbe in punkto Leverkusener Meisterschaft sind unterdessen für Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser zu hochgegriffen.

"Das ist kein realistisches Ziel. Ich habe vor der Saison gesagt, dass Bayern München, Hoffenheim, Werder Bremen und Schalke 04 die Titelfavoriten sind", sagte Holzhäuser im Interview mit der "Frankfurter Rundschau".

Den derzeitigen Höhenflug in der Bundesliga mit elf Spielen ohne Niederlage kommt für den Bayer-Chef aber nicht von ungefähr:

"Wir haben eine gute Mannschaft und in Jupp Heynckes einen Trainer, der genau zur rechten Zeit am rechten Ort ist."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Leverkusen: Giefer - Schwaab, Friedrich, Hyypiä, Castro - Vidal, Reinartz - Barnetta, Kroos - Kießling, Derdiyok

Frankfurt: Nikolov (Fährmann) - Franz, Chris, Russ, Spycher - Schwegler - Teber, Bajramovic - Caio - Meier, Liberopoulos

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

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