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Nicht amüsiert über die Lage beim FC: Kölns Präsident Overath (r.) und Manager Meier © getty

Kölns Präsident hat genug von der schwachen Saison und fordert deutlich mehr. Leverkusens Brasilianer muss unters Woche.

München - Noch im Sommer kannte die Euphorie bei der Fan-Gemeinde des Traditionsklubs 1. FC Köln keine Grenzen.

Die Rückkehr von Ikone Lukas Podolski wurde wochenlang gefeiert, in Maniche kam ein Europapokalsieger, und Worte wie Champions League fielen.

Nach dem 11. Spieltag steht der FC aber mit dem Rücken zur Wand - mit der geringsten Torausbeute der Klubgeschichte zu diesem Zeitpunkt.

Nach dem 0:1 gegen Hannover 96 ist das Maß dann für Kölns Präsidenten Wolfgang Overath voll. (DATENCENTER: Bundesliga)

Soldo spricht von "guter Rede"

Der Weltmeister von 1974 nahm sich das teure Personal nun zur Brust und fordert bei Schlusslicht Hertha BSC Berlin (So., ab 17 Uhr LIVE) "mehr Engagement, mehr Leistung, mehr Leidenschaft".

Overath betonte zudem die Verantwortung, die die Spieler "dem Verein, seinen Fans und Mitarbeitern gegenüber haben". Trainer Zvonimir Soldo sprach von einer "guten Rede", die "uns weiterhelfen kann".

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Bundesliga zusammengefasst:

Leverkusens Augusto wird operiert

Bayer Leverkusens brasilianischer Mittelfeldspieler Renato Augusto muss sich in seiner Heimat einer Operation am linken Bein unterziehen.

Bei Untersuchungen wurden bei dem 21-Jährigen zwischen dem Schien- und Wadenbein Kalkablagerungen infolge eines Ödems festgestellt. Den Eingriff nimmt Jose Luiz Runco vor, Arzt der brasilianischen Nationalmannschaft und von Renatos Ex-Klubs Flamengo.

Wie lange Renato Augusto ("Ich spüre die Schmerzen schon seit mehr als einem Monat") ausfallen wird, ist noch unklar.

Bochum verlängert mit Sestak

Stanislav Sestak bleibt dem VfL Bochum treu. Die Westfalen verlängerten den Vertrag mit dem 26 Jahre alten slowakischen Nationalstürmer vorzeitig um weitere zwei Jahre bis zum 30. Juni 2013. Der Kontrakt gilt für die 1. und 2. Liga.

"Stani gehört sicherlich zu den stärksten Konterstürmern der Liga und hat die besten Jahre als Angreifer noch vor sich. Wir wollen in Zukunft noch viele Siege mit ihm feiern", sagte VfL-Manager Thomas Ernst.

Auch der Angreifer, der sich mit der Slowakei für die WM im kommenden Jahr in Südafrika qualifiziert hat, ist zufrieden mit der Vertragsverlängerung. "Ich habe immer gesagt, dass meine Familie und ich uns in Bochum sehr wohl fühlen."´

Eigener Schiff-Anleger bei Werder

Werder-Fans können in Bremen jetzt auch auf dem Wasser zum Weserstadion kommen. Gegen Borussia Dortmund (So., ab 17 Uhr LIVE) sollen erstmals Schiffe den neuen Anleger direkt vor der Arena anfahren.

Das sei in Deutschland einmalig, sagte Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs in der Hansestadt an der Weser. "Ein Traum geht in Erfüllung."

Vor und nach den Spielen sollen bis zu sechs Schiffe den 290.000 Euro teuren Anleger ansteuern.

Emotionaler Stocker-Abschied

Fünf Tage nach dem Tod von Achim Stocker haben mehr als 4000 Menschen in einer bewegenden Trauerfeier im Stadion Abschied vom Präsidenten des SC Freiburg genommen.

Stocker war am Sonntag im Alter von 74 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben. Er hatte die Geschicke der Breisgauer seit 1972 gelenkt und war der dienstälteste Klubchef im deutschen Profifußball.

Neben Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger und Bundestrainer Joachim Löw nahm auch der aktuelle SC-Kader mit Trainer Robin Dutt an der Trauerfeier teil.

Kind ist skeptisch wegen 50+1

Im Kampf um die Abschaffung der "50+1-Regel", die Martin Kind nun mit einer Satzungsänderung während der DFL-Ligaversammlung am 10. November kippen lassen will, beurteilt der Klubchef von Hannover 96 seine Chancen skeptisch.

Es sei nicht möglich, die dafür notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit zu erreichen. "Unter den 36 Profi-Clubs gibt es viele, die ihre Fußball-Abteilung nicht wie Hannover 96 ausgegliedert haben. Diese Vereine können nicht gegen ihre Interessen abstimmen. Denen kann ich auch nicht böse sein", so Kind.

Er hofft auf ein Konsensmodell, schließt aber den Gang vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) nicht aus.

Die 50+1-Regel verhindert, dass Investoren mehr als 50 Prozent der Klub-Anteile erwerben können. In anderen Ligen, zum Beispiel in England, gibt es die Vorschrift nicht.

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