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Mesut Özil (r.) wechselte 2008 von Schalke 04 zu Werder Bremen © getty

Werder bleibt auch im 19. Spiel in Serie ungeschlagen, verliert aber durch das Remis gegen Dortmund den Anschluss nach oben.

Bremen - Nach der achten englischen Woche in Serie und dem Dauertanz auf drei Hochzeiten ging auch den erprobten Profis von Werder Bremen die Puste aus.

Ein Traumtor von Mesut Özil hat dem DFB-Pokalsieger gegen Borussia Dortmund nicht zum Sieg gereicht.

Die sehenswerte Direktabnahme des Nationalspielers in der 36. Minute nach Flanke von Aaron Hunt konnte Lucas Barrios neun Minuten nach Wiederbeginn zum 1:1 (1:0)-Endstand ausgleichen.

Gerechtes Unentschieden

Das Remis war aber das 19. Pflichtspiel der Hanseaten hintereinander ohne Niederlage. Damit wuchs der Rückstand der zweitplatzierten Bremer auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen auf drei Punkte an.

Der BVB blieb auf fremdem Platz zum fünften Mal in Folge ungeschlagen. Barrios trug sich im fünften Liga-Spiel nacheinander in die Torschützenliste ein.

"Ich muss beiden Mannschaften ein Kompliment machen. Das war ein Superspiel, keiner hat sich geschont, es war intensiv", erklärte Bremens Trainer Thomas Schaaf.

Beide Trainer zufrieden

Kollege Jürgen Klopp meinte: "Bremen hat die beste Spielanlage in der Bundesliga, allerdings sind auch nicht so viele klare Torchance entstanden. Das Tor hat Özil überragend gemacht."

Drei Tage nach dem mühsamen 2:0-Erfolg in der neuen Europa League gegen Austria Wien präsentierten sich die Hanseaten auch ohne die verletzten Leistungsträger Torsten Frings und Claudio Pizarro mit mehr Spielfreude und phasenweise mit sehenswertem Kombinationsfußball.

Aber auch die Gäste, trugen vor 34.906 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion mit vielen guten Aktionen zu einem überdurchschnittlichen Bundesligaspiel bei.

Keine 90 Sekunden waren gespielt, da hätte Werder bereits in Führung gehen können. Nach einer Konfusion im Dortmunder Strafraum zog Özil aus zwölf Metern Entfernung freistehend ab. Der Schuss war jedoch zu ungenau, um BVB-Torhüter Roman Weidenfeller damit bezwingen zu können.

Valdez hat Führung auf dem Fuß

Dem Bremer Tor drohte erstmals in der sechsten Minute Gefahr. Der Ex-Bremer Nelson Valdez drang in den Strafraum ein, verzog jedoch aus 14 Metern. Nach dieser turbulenten Anfangsphase kam die Partie in ruhigeres Fahrwasser mit leichten Vorteilen für die Hanseaten.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit präsentierten sich beide Mannschaften mit technisch starkem Fußball, Torraumszenen allerdings waren lange Zeit Mangelware.

Nach dem Rückstand verstärkte das Team von Coach Jürgen Klopp seine Bemühungen in der Offensive und wäre in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beinahe zum Ausgleich gekommen:

Einen Freistoß von Nuri Sahin konnte Werder-Torhüter Tim Wiese gerade noch über die Querlatte zur Ecke boxen.

Dortmund nach dem Ausgleich besser

Nach dem Seitenwechsel verpasste Marko Marin ein schnelles 2:0, als er in der 47. Minute ein Zuspiel von Hugo Almeida nicht verwerten konnte.

Der Ausgleich beflügelte den BVB, die Aktionen der Gäste wurden druckvoller und in der 68. Minute standen die Gäste sogar dicht vor dem Führungstreffer, als Neven Subotic freistehend über das Tor der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf schoss.

Neben Torschütze Özil verdiente sich bei den Norddeutschen Torhüter Wiese eine gute Note. Auf Seiten der Westfalen ragten Sahin und Barrios heraus.

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