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Werder Bremen und Borussia Dortmund schenkten sich nichts © getty

Werder verteidigt gegen Dortmund seine Superserie, aber in der Halbzeit gibt es offenbar Tumulte. Der BVB feiert Barrios.

Von Robert Gherda

München - Superserie gerettet, aber den Anschluss an die Tabellenspitze verpasst.

Auf diese Formel lässt sich das Remis von Werder Bremen gegen Borussia Dortmund bringen.

Die Bremer bleiben zwar auch im 19. Pflichtspiel in Folge ungeschlagen, liegen aber nach dem 12. Spieltag jetzt drei Punkte hinter Tabellenführer Leverkusen.

Dennoch war Aaron Hunt nach der Partie mit dem Punktgewinn zufrieden: "Es ist auch ein bisschen verständlich", erklärte der Mittelfeldspieler.

"Es war das siebte Spiel in drei Wochen. Wir haben alles versucht, aber man kann nicht immer die Topleistungen abrufen. Das Unentschieden ist unter dem Strich verdient."

Führung durch Özil

Kein Wunder, dass Hunt an dem Punkt nichts auszusetzen hatte, schließlich ging Werder auf dem Zahnfleisch dem Schlusspfiff entgegen.

Denn trotz Mesut Özils Traumtor zur Führung waren es letztlich die Dortmunder, die deutlich größere Chancen auf den Sieg hatten - sie konnten einfach mehr zusetzen.

Tim Wiese, der mit einer Parade gegen den freistehenden Nelson Valdez den Punkt für Bremen festhielt, freut sich denn auch über die anstehende Länderspielpause: "Natürlich zehren die ganzen Spiele an den Kräften und es ist gut, dass wir jetzt in die Pause kommen", sagte Wiese.

Tumulte bei Werder?

Da können sich die Bremer dann vielleicht auch emotional ein wenig abkühlen. Das scheint nötig, wenn man den Beobachtungen von Dortmunds Patrick Owomoyela Glauben schenken darf.

"Wir wussten schon nach der ersten Halbzeit, dass wir gut dabei waren. Wir haben gemerkt, dass die Bremer sehr unzufrieden mit sich waren", erklärte der Rechtsverteidiger:

"Da gab es Tumulte im Kabinengang. Deshalb wussten wir, wenn wir so weitermachen, werden sie irgendwann unruhig. So war es dann auch."

Schaaf mit Ergebnis zufrieden

Thomas Schaaf äußerte sich dazu nicht, haderte aber mit dem Schicksal:

"Wenn man führt, will man das Spiel auch nach Hause bringen. Wir hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit zwei gute Möglichkeiten, wenn da das 2:0 gefallen wäre, hätte es klappen können. So ist das Ergebnis aber okay", erklärte der Trainer.

BVB verpasst Sprung nach oben

Obwohl der BVB die Chance liegen ließ, den Anschluss an die obere Tabellenhälfte herzustellen, wollte Jürgen Klopp auch kein Trübsal blasen.

"Ich bin nicht unzufrieden mit dem Punktgewinn, auch wenn ein Sieg möglich war. Insgesamt kann man sagen, dass wir mit einem nicht unwichtigen Erfolgserlebnis zurück nach Dortmund fahren können", berichtete der Jürgen Klopp.

Barrios trifft erneut

Immerhin verteidigten die Dortmunder ihre eigene Serie. In der Bundesliga ist der BVB seit fünf Partien ungeschlagen.

Verantwortlich war dafür einmal mehr Lucas Barrios, der gegen Bremen erneut traf und somit in den vergangenen sechs Pflichtspielen immer einnetzen konnte.

Im Gegensatz zu Werder dürfte ihm die Länderspielpause ungelegen kommen.

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