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Steve von Bergen kam 2007 vom FC Zürich zu Hertha BSC Berlin © getty

Hertha BSC steht nach der Heimpleite gegen den 1. FC Köln unter Schock. Kölns Podolski kritisiert die Spielweise seines Teams.

Berlin - Die Spieler schlichen mit hängenden Köpfen in die Kabine, Trainer Friedhelm Funkel richtete seine Mannschaft aber auch nach dem elften Ligaspiel ohne Sieg sofort wieder auf. 171441(Die Bilder des 12. Spieltags)

"Wir haben über 90 Minuten das Spiel bestimmt. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, außer dass wir das Tor nicht getroffen haben", meinte Funkel nach der 0:1 (0:0)-Niederlage von Hertha BSC Berlin im richtungsweisenden Keller-Duell gegen den 1. FC Köln. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Allerdings musste auch der Coach des Tabellenschlusslichts einräumen: "Diese Niederlage tut weh. Die Spieler sind fassungslos."

Vier Punkte aus zwölf Spielen, seit drei Monaten kein Sieg in der Meisterschaft - die Bilanz gibt wenig Anlass zum Optimismus.

Nicht aufhören zu spielen

Nach der bitteren Heimniederlage durch das Tor von Milivoje Novakovic (79.) stellte sich nur Stürmer Artur Wichniarek den Fragen der Journalisten.

"Die Lage ist nicht besser geworden. Aber wir können jetzt nicht sagen: 'Wir hören auf zu spielen'. Es gibt noch viele Punkte zu holen. Wir müssen weiter an uns glauben", meinte Wichniarek, dessen Ausführungen nach Durchhalteparolen klangen.

"Hatten viel Glück"

Die Kölner verschafften sich durch den zweiten Auswärtssieg der Saison mit zwölf Punkten zwar etwas Luft im Abstiegskampf, doch Party-Stimmung wollte auch bei den Rheinländern nicht aufkommen.

"Wir hatten auch viel Glück. Auf Dauer kommt man mit so einer Spielweise nicht nach vorne", sagte Nationalspieler Lukas Podolski, der das Tor mit einer Freistoß-Flanke vorbereitet hatte.

Herthas Rückfall

Drei Tage nach dem 3:2-Auswärtserfolg in der Europa League beim SC Heerenveen knüpfte Hertha wieder an die schwachen Auftritte der Vorwochen an und enttäuschte vor allem im Angriff.

Pech hatte Hertha aber, als der Brasilianer Raffael in der besten Szene der ersten Halbzeit innerhalb weniger Sekunden zweimal nur den Pfosten traf.

Die lange Zeit harmlosen Kölner, die bis zum Tor so gut wie keine Offensivaktionen zeigten, verschafften sich durch den zweiten Auswärtssieg der Saison mit zwölf Punkten etwas Luft im Tabellenkeller.

Der Druck lähmt

Hertha-Kapitän Arne Friedrich hatte das Duell der Krisen-Klubs im Vorfeld sogar als "Endspiel" bezeichnet.

Im Spiel "Not gegen Elend" fehlte beiden das notwendige Selbstvertrauen, es reihte sich Fehlpass an Fehlpass.

"Das war eine typische Partie zwischen zwei Mannschaften, die unten stehen", kommentierte Kölns Trainer Zvonimir Soldo.

Und er erklärte weiter: "Wir haben spielerisch nicht überzeugt, aber über 90 Minuten gekämpft. Das war für mich das Wichtigste, da wir diese Leidenschaft zuletzt bei der Heimniederlage gegen Hannover vermissen lassen haben."

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