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Michael Skibbe übernahm am 5. Juni 2009 den Trainerstuhl bei Eintracht Frankfurt © getty

Um den Abwärtstrend zu stoppen plädiert Eintracht-Trainer Skibbe für einen kleineren Kader. Amanatidis plagen andere Sorgen.

München - Trainer Michael Skibbe hat nach seinem verbalen Rundumschlag nach dem 0:4 am vergangenen Freitag bei Tabellenführer Bayer Leverkusen grundsätzlich an seiner öffentlichen Kritik festgehalten.

"Ich sehe, wie sich die Spirale eher nach unten dreht. Da muss man konzeptionell dagegen arbeiten", sagte der 44-Jährige im Interview mit der "Frankfurter Neuen Presse".

Keine Kritik an Bruchhagen

Seine Aussagen will Skibbe weder als Kritik an Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen noch als Provokation verstanden wissen.

"Man muss immer einen Konsens finden", sagte Skibbe und betonte: "Ich will keinen Rauswurf riskieren."

Kleinerer Kader

Gezielt sprach sich Skibbe für eine Reduzierung des Kaders und gleichzeitig für die Verpflichtung von Neuzugängen aus.

"Wir haben zwar 30 Spieler, aber darunter ist zu wenig Klasse. Da nehme ich doch lieber 22, aber darunter elf Gute", sagte Skibbe und brachte in Bezug auf Verstärkungen auch wieder den vereinslosen brasilianischen Spielmacher Lincoln ins Gespräch.

"Brauchen Talente"

Grundsätzlich müsse sich die Eintracht "rechtzeitiger um talentierte Spieler kümmern. In den vergangenen Jahren seien Konkurrenten wie 1899 Hoffenheim und der VfL Wolfsburg "vorbeigeschossen".

Wenn das jetzt noch Klubs wie Borussia Mönchengladbach oder dem 1. FC Köln, "die sich einen Lukas Podolski leisten können", gelinge, dann spiele die Eintracht "um Platz 14 bis 18".

Sorgenkind Amanatidis

Wann Michael Skibbe auf seinen Stürmer Ioannis Amanatidis wieder zurückgreifen kann ist ungewiss. Am Montag wurde er erneut am rechten Knie operiert.

Beim griechischen Nationalspieler war der im vergangenen Jahr schon einmal geglättete Knorpel wieder beschädigt. Die instabilen Teile wurden nun entfernt.

Reha-Start am Dienstag

Amanatidis wird am Dienstag mit der Rehabilitation beginnen. Wie lange er ausfallen wird, ist noch unklar.

Amanatidis, der in seinen bisherigen acht Bundesliga-Einsätzen in dieser Runde drei Treffer erzielte, war nach seiner Knie-OP im vergangenen Jahr fast die gesamte Rückrunde der letzten Saison ausgefallen.

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