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Sie müssen vorm Staatsanwalt erklären: Schalke-Präsident Josef Schnusenberg und Finanzvorstand Peter Peters © imago

Die Staatsanwalt Essen ermittlet gegen Präsident Schnusenberg und Finanzchef Peters wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung.

Essen - Wieder Wirbel beim finanziell angeschlagenenen FC Schalke 04:

Die Staatsanwaltschaft Essen hat gegen Präsident Josef Schnusenberg und Finanzvorstand Peter Peters Strafermittlungen wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung eingeleitet.

Das bestätigte der Essener Oberstaatsanwalt Wilhelm Kassenböhmer am Montag der "NRZ".

Vorwurf wird geprüft

Die Ermittlungen seien aufgenommen worden, nachdem eine Privatperson aufgrund der Medienberichterstattung Strafanzeige erstattet habe, befänden sich aber noch in einem "ganz frühen Stadium", so der Staatsanwalt.

Man werde jetzt "prüfen, ob an dem Vorwurf irgendetwas dran ist", erklärte Kassenböhmer und ergänzte: "Wir ermitteln nicht von amtswegen".

Haftstrafe von bis zu drei Jahren

Ob die Ermittlungen zu einem Verfahren wegen Insolvenzverschleppung führen oder nach Prüfung eingestellt werden, ist noch nicht entschieden.

Bei Insolvenzvergehen drohen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.

"Ich weiß von der Angelegenheit nichts. Zu Sachen, von denen ich nichts weiß, kann ich mich nicht äußern", sagte Finanzchef Peters.

Enorme Schuldenlast

Der Verein ist derzeit mit mindestens 136,5 Millionen Euro verschuldet.

Die für das Stadion zuständige Arena-Gesellschaft hat laut Angaben des Vereins von Ende Oktober zusätzlich 137 Millionen Euro Gesamtverbindlichkeiten.

GEW-Finanzspritze macht Hoffnung

Daher muss der Klub das Nachlizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball Liga (DFL) durchlaufen - wie auch andere Vereine.

Für ein wenig Hoffnung sorgt die bevorstehende Beteiligung der Städtische Gesellschaft für Energie und Wirtschaft (GEW) mit einem Volumen von 25,5 Millionen Euro an der Stadiongesellschaft.

"Die Lizenz des FC Schalke 04 war nicht gefährdet. Die laufende Saison ist sauber durchfinanziert und auch die nächsten Jahre sind für uns gesichert", sagte Peters nach der Bekanntgabe des Millionen-Deals.

Der Rat der Stadt Gelsenkirchen will darüber in seiner Sitzung am Donnerstag entscheiden.

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