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Hertha-Boss Werner Gegenbauer (l.) und "Vize" Jörg Thomas © imago

In Berlin formiert sich eine Opposition gegen die Führung. In Stuttgart, Leverkusen und Frankfurt hoffen Profis auf ihr Comeback.

München - Beim Bundesliga-Schlusslicht Hertha BSC spitzt sich der Machtkampf hinter den Kulissen zu.

Nach der Talfahrt in der Bundesliga mit nur vier Punkten aus zwölf Spielen hat sich gut zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung offiziell eine Opposition gegen die Klubführung formiert.

Der einflussreiche Ehrenpräsident Wolfgang Holst indes stärkte Präsident Werner Gegenbauer mit einem Offenen Brief den Rücken.

Kritiker wollen Abwahl des Präsidiums

"Es ist richtig, dass ein Antrag auf der Geschäftsstelle eingegangen ist", sagte Herthas Sprecher Gerd Graus.

Laut "Bild" wollen die Hertha-Mitglieder Michael Liesk und Heinz Troschitz bei der Versammung am 30. November die Abwahl des Präsidiums erreichen.

Sie kritisieren den Führungsstil und lasten der Klubspitze Fehler im personellen Bereich an. Dazu zählt die Verpflichtung des bislang in Berlin glücklosen Stürmers Artur Wichniarek.

Holst: Favre-Verpflichtung war Hoeneß' Fehler

Unterstützung indes erhält Gegenbauer von Ehrenpräsident Holst, der in einem Schreiben an Fan-Klubs und Mitglieder Unterstützung für das jetzige Präsidium einforderte.

Holst sagte, dass es keinen besseren Präsidenten als Gegenbauer gebe. Eine Ursache der aktuellen Probleme sei die Schuldenlast von rund 33 Millionen Euro, die Ex-Manager Dieter Hoeneß zu verantworten habe.

Als Fehlentscheidung von Hoeneß bezeichnete Holst die Verpflichtung von Ex-Trainer Lucien Favre.

Gegenbauer reagiert mit Gelassenheit

Der Verein hatte mit Blick auf die Versammlung in den vergangenen Wochen auf alle Äußerungen von oppositioneller Seite stets gelassen reagiert.

"Warten wir doch erst einmal ab, was am 30. November genau passiert", hatte Präsident Gegenbauer zuletzt mehrfach betont.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Bundesliga zusammengefasst:

Cacau gegen Berlin wohl dabei

Der VfB Stuttgart kann im nächsten Bundesligaspiel am 21. November gegen Hertha voraussichtlich wieder auf Angreifer Cacau zurückgreifen.

Der 28 Jahre alte Nationalspieler laboriert an einem Muskelfaserriss in der Hüfte. Wie die Schwaben auf ihrer Homepage mitteilten, entspreche der Heilungsverlauf jedoch den Erwartungen, sodass gegen Berlin wohl zum Einsatz kommen könnte.

Helmes bei Bayer vor Comeback

Torjäger Patrick Helmes steht fünf Monate nach seinem Kreuzbandriss vor dem Comeback im Dress von Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen.

"Er ist wieder voll im Teamtraining. Ob's schon für Bayern reicht, weiß ich nicht. Aber in der Hinrunde wird er auf jeden Fall noch spielen", sagte Sportchef Rudi Völler der "Bild".

Helmes hatte Mitte Juni bei einem Freizeitkick mit Freunden im Sauerland einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie erlitten.

Bayer ist am 22. November im Spitzenspiel bei Bayern München zu Gast. In der vergangenen Saison war Helmes mit 21 Toren treffsicherster Bayer-Spieler.

Pröll zurück im Training

Markus Pröll hat bei Eintracht Frankfurt gut zwei Monate nach seiner Schulter-Operation wieder das Training aufgenommen.

"Die Muskulatur im Arm hat zwar noch nicht wieder die alte Kraft, aber ich habe in der Schulter keine Schmerzen mehr", sagte der Torhüter.

Pröll will bei den Hessen den internen Kampf um die Nummer 1 im Tor gegen Oka Nikolov und Ralf Fährmann aufnehmen.

Der Schlussmann war Anfang September nach einem Testspiel gegen den SV Hofheim beim Ansturm der Autogrammjäger über ein kleines Mädchen gestürzt und hatte dabei eine Schultereckgelenk-Sprengung erlitten.

Positiver Heilungsverlauf bei Ibertsberger

Bei Hoffenheims Linksverteidiger Andreas Ibertsberger verläuft die Genesung nach seinen schweren Gesichtsverletzungen (Jochbein-, Kieferhöhlen- und Augenhöhlenbruch) schneller als erwartet.

Der österreichische Nationalspieler kann auf eine Rückkehr noch in der Hinrunde hoffen.

Dagegen plagen Stürmer Chinedu Obasi und Innenverteidiger Marvin Compper Probleme in der Oberschenkel-Muskulatur. Ihr Einsatz im Testspiel am Freitag beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth ist fraglich.

Grafite entschuldigt sich bei Veh

Bundesliga-Torschützenkönig Grafite hat sich bei seinem Trainer Armin Veh für seine öffentlich geäußerte Kritik entschuldigt.

"Ich habe nach dem Bochum-Spiel den Fehler gemacht, in der Öffentlichkeit Dinge zu kritisieren anstatt das intern zu machen", sagte der Brasilianer dem "Kicker".

Er habe sich bei Veh entschuldigt und nun sei "wirklich alles ausgeräumt".

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