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Mesut Özil erzielte mit einem fulminanten Linksschuss das frühe 1:0 © getty

In einem denkwürdigen Bundesligaspiel schießt Mesut Özil Werder Bremen zum Sieg gegen den Aufsteiger, der zuvor große Moral beweist.

Bremen - Mit einem Fußball-Fest mit allerhöchstem Unterhaltungswert hat Vizemeister Werder Bremen seine Aufholjagd in der Bundesliga fortgesetzt und den Überfliegern von Aufsteiger 1899 Hoffenheim einen Dämpfer versetzt.

Die Hanseaten feierten in einem spektakulären Spitzenspiel mit 5:4 (4:2) gegen den Neuling ihren vierten Pflichtspielsieg in Folge und nahmen nach schwachem Saisonstart wieder Kontakt zur Spitze auf.

Das umjubelte Siegtor für die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf erzielte Mesut Özil in der 81. Minute. Bremen spielte zu diesem Zeitpunkt bereits in Unterzahl, weil Nationalspieler Mertesacker in der 62. Minute die Rote Karte nach einer Notbremse sah.

Hoffenheim holt 1:4 auf

Vor 42.100 Zuschauern im Weserstadion hatte Özil (8.) bereits die frühe Führung erzielt, Claudio Pizarro mit seinem 103. Bundesliga-Treffer (16.), Diego (21.) und Aaron Hunt (30.) trafen auch für die Hanseaten, die damit eine gelungene Generalprobe für ihr Champions-League-Spiel am kommenden Mittwoch beim italienischen Meister Inter Mailand feierten.

Für die gleichwertigen aber etwas glückloseren Hoffenheimer, die bereits mit 1:4 zurücklagen, trafen Demba Ba (15.), Sejad Salihovic (36.), Vedad Ibisevic (62., Foulelfmeter) und Marvin Compper (71. ).

Werder in Halbzeit eins konsequenter

Zwei der derzeit offensivstärksten Bundesliga-Mannschaften boten den Zuschauern ein sehenswertes Spektakel, bei dem sich die Ereignisse überschlugen. Zunächst war Werder nach einer 4:1-Führung nach 30 Minuten bereits wie der sichere Sieger aus, weil die Gastgeber ihre Chancen konsequenter nutzten als das Team von Trainer Ralf Rangnick.

Hoffenheim hatte allerdings auch viel Pech, als Ibisevic den Pfosten (24.) und Salihovic die Latte (32.) trafen. Zudem rettete Pizarro nach einem Kopfball von Compper auf der Linie.

Hoffenheim steckt nicht auf

Der Bundesliga-Neuling steckte jedoch auch nach dem Drei-Tore-Rückstand nicht auf, spielte weiter mit drei Stürmern munter nach vorne und erspielte sich reihenweise gute Torchancen.

Werder dagegen ließ nach dem Seitenwechsel deutlich nach und versuchte den Vorsprung über die Zeit zu retten, insbesondere nach dem Platzverweis von Mertesacker. Schiedsrichter Günter Perl hätte den Innenverteidiger allerdings schon in der 35. Minute in die Kabine schicken müssen, als er ebenfalls als letzter Mann Ba von den Beinen geholt hatte.

Offensivkräfte überragend

Beim SV Werder, der auf Daniel Jensen und Frank Baumann verzichten musste, wirbelten vor allem vor der Pause Hunt, Diego und Özil.

Auch Hoffenheim hatte in der Offensive seine stärksten Kräfte. Die drei Stürmer Chinedu Obasi, Ba und Ibisevic sorgten fast permanent für Gefahr vor dem Bremer Tor, Salihovic verströmte mit seinen Standardsituationen immer wieder Gefahr.

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