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Stefan Kießling (r.) war zwar bemüht, agierte aber weitgehend glücklos © getty

Gegen Bochum verspielt Bayer Leverkusen in der Schlussphase noch fast einen 3:0-Vorsprung, am Ende ist der Sieg glücklich.

Bochum - Bayer Leverkusen hat sich in der Spitzengruppe der Bundesliga festgesetzt.

Die Elf von Trainer Bruno Labbadia gewann beim VfL Bochum 3:2 (2:0) und bleibt mit dem fünften Sieg in den letzten sechs Spielen die Mannschaft der Stunde.

Dagegen fiel der VfL mit der ersten Heimniederlage der Saison in die Problemzone der Tabelle zurück.

Vidal und Renato Augusto bereiten den Weg

Vor 24.843 Zuschauern zeigten die offensivstarken Gäste zumindestens in der ersten halben Stunde wieder feinsten Angriffsfußball.

Arturo Vidal erzielte in der sechsten Minute noch etwas glücklich nach einem Abpraller die Gästeführung, doch das 2:0 durch Renato Augusto war allein schon das Eintrittsgeld wert.

Nach einem sehenswerten Konter schloss der Brasilianer mit einem Rechtsschuss in den Winkel ab.

Endspurt nicht belohnt

Torjäger Patrick Helmes erzielte in der 61. Minute sein siebtes Saisontor.

Die Bochumer, die beim 0:2 im Pokal beim Hamburger SV schon enttäuscht hatten, kamen durch Stanislav Sestak (79.) und Mimoun Azaouagh (81.) in der Schlussphase noch einmal heran.

VfL-Akteur Anthar Yahia sah in der 84. Minute wegen groben Foulspiels die Rote Karte.

Ono verpasst Anschlusstreffer

Mit Pech und Unvermögen verpassten die Gastgeber den Anschlusstreffer aber schon vor der Pause.

Zunächst rutschte Bayer-Torwart Rene Adler ein Schuss von VfL Stürmer Sinan Kaloglu an den Pfosten.

Danach schoss Christoph Dabrowski (32.) aus nur fünf Metern über das Tor, und Shinji Ono (37.) brachte das Kunststück fertig zwei Mal aus kurzer Distanz den Ball nicht im Bayer-Tor unterzubringen.

In der 39. Minute lenkte Adler einen Schuss des Ex-Leverkuseners Paul Freier mit einem Reflex am Tor vorbei.

Fuchs belebt VfL-Offensive

Nach der Pause mühten sich die Bochumer weiter, blieben aber vor dem Tor lange Zeit zu harmlos.

Bochums Trainer Marcel Koller, der in der 54. Minute für den verletzten Kapitän Tomasz Zdebel den von den VfL-Fans ungeliebten Oliver Schröder brachte, musste sich sogar vereinzelte "Koller raus!"-Rufe anhören.

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