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Frankfurts Nikos Liberopoulos (l.) im Duell mit Arminas Radim Kucera © getty

Mit einem späten Ausgleichstor gegen Arminia Bielefeld bewahrt Köhler Eintracht Frankfurt vor einer Verschärfung der Krise.

Frankfurt/Main - Für den umstrittenen Trainer Friedhelm Funkel wird die Luft bei Eintracht Frankfurt immer dünner.

Die Hessen kamen fünf Tage nach dem peinlichen Pokal-Aus gegen Zweitligist Hansa Rostock nach einer schwachen Leistung im Bundesliga-Kellerduell gegen Arminia Bielefeld nicht über ein glückliches 1:1 (0:1) hinaus, kletterten aber immerhin vor Borussia Mönchengladbach auf den vorletzten Tabellenplatz.

Bielefeld wartet seit 19 Spielen und dem ersten Spieltag der vergangenen Saison (3:1 in Wolfsburg) auf einen Auswärtssieg.

Benjamin Köhler rettete der Eintracht in der 87. Minute mit einem Kopfball aus kurzer Distanz zumindest einen Punkt.

Wichniarek mit sechstem Saisontor

Vor der Saison-Minuskulisse von 37.600 Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena hatte Artur Wichniarek mit seinem sechsten Saisontor im sechsten Spiel für die frühe Führung der Gäste (7.) gesorgt.

Aus stark abseitsverdächtiger Position ließ der Pole mit einer "Bogenlampe" von der seitlichen rechten Strafraumgrenze Eintracht-Keeper Oka Nikolov keine Abwehrchance.

Die Frankfurter knüpften nahtlos an die schwachen Leistungen der vergangenen Spiele an und waren an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. In dieser Verfassung taumelt die Eintracht dem vierten Abstieg aus der Bundesliga entgegen.

Bielefeld mit vielen Chancen

Dagegen präsentierte sich das Gästeteam von Trainer Michael Frontzeck hochmotiviert und erspielte sich zu Beginn zahlreiche Torchancen. Bereits vor seinem Treffer zum 1:0 lief Wichniarek frei auf das Tor der Gastgeber zu, doch Eintracht-Verteidiger Marco Russ machte die Möglichkeit im letzten Moment zunichte (3.).

In der zehnten Minute stand Wichniarek erneut alleine vor Nikolov, schoss aber knapp am Eintracht-Tor vorbei.

Nach dieser Szene hallten wie schon gegen Rostock "Funkel-Raus"-Rufe durch die Frankfurter Arena.

Verunsicherte Frankfurter

Anschließend wirkten die Gastgeber verunsichert, zudem wurde einem Tor von Angreifer Nikos Liberopoulos wegen Abseits die Anerkennung verweigert (18.).

Martin Fenin und Junichi Inamoto hatten in der kurzen Frankfurter Drangphase zwar zwei weitere Chancen, doch Arminia-Keeper Dennis Eilhoff parierte beide Schüsse mit Bravour (25./29.).

Anschließend musste die Arminia durch den verletzungsbedingten Ausfall von Oliver Kirch einen Rückschlag verkraften (38.).

Arminia defensiv in Hälfte zwei

Ohne Kirch zog sich die Frontzeck-Elf im zweiten Durchgang in die eigene Hälfte zurück, doch die Eintracht stand sich bei den wenigen offensiven Aktionen zumeist selbst im Weg.

Mit der Einwechslung des Brasilianers Caio (59.) kam dann noch ein mal Schwung in das Spiel der Eintracht. Den ersten Schuss des Mittelfeldspielers konnte Bielefelds Schlussmann Eilhoff aber sicher parieren (69.).

Beste Spieler auf Seiten der insgesamt ganz schwachen Hessen waren der emsige Patrick Ochs und mit Abstrichen Verteidiger Russ. Bei der Arminia gefielen vor allem Wichniarek und Keeper Eilhoff.

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