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Felix Magath kam im Sommer von Meister Wolfsburg zu Schalke 04 © getty

Der sportliche Alleinherrscher der Königsblauen will nun auch Anteile an der Arena übernehmen - von Ex-Manager Rudi Assauer.

Gelsenkirchen - Felix Magath will sich bei Schalke 04 einkaufen und damit seine Position als starker Mann weiter festigen.

Der Trainer und Manager des mit 136,5 Millionen Euro verschuldeten Klubs will Anteile an der Stadion-Beteiligungsgesellschaft der WM-Arena erwerben.

Magath will dem früheren Schalke-Manager Rudi Assauer Anteile für rund 600.000 Euro abkaufen.

"Ja, wir haben beim Mittagessen ein nettes Gespräch geführt. Rudi will seine Anteile verkaufen, ich bin interessiert", bestätigte Magath.

Dies sei aber keine Goodwill-Aktion: "Ich habe auch nichts zu verschenken, sondern ich betrachte den Kauf als ein sinnvolles Investment in die Zukunft."

Stadt Gelsenkirchen hilft bei der Entschuldung

Erst am vergangenen Donnerstag hatte der Rat der Stadt Gelsenkirchen das Engagement der Gesellschaft für Energie und Wirtschaft mbH (GEW) bei den Königsblauen abgesegnet und den Weg für eine teilweise finanzielle Konsolidierung geebnet.

Demnach übernimmt die GEW, eine einhundertprozentige Tochter der Stadt, vom Verein für 15 Millionen Euro Anteile der Stadion-Beteiligungsgesellschaft und wird mit über 50 Prozent größter Anteilseigner der Arena.

Arena-Schulden nicht mehr in der Bilanz

Für Schalke hat dies den angenehmen Effekt, dass der Anteil des Vereins an der Beteiligungsgesellschaft von 77 auf unter 50 Prozent sinkt.

Somit müssen deren Schulden künftig nicht mehr in der Konzernbilanz ausgewiesen werden.

Der Vereinsanteil an den Arena-KG-Schulden beträgt 87 Millionen Euro, 77 Prozent von 113 Millionen. Schalke hat sich für die GEW-Anteile eine Rückkaufoption gesichert.

Spielerverkäufe weiterhin ausgeschlossen

Darüber hinaus prüfen die Schalker den Verkauf von weiteren Stadionanteilen. Spieler-Notverkäufe zur Konsolidierung werden jedoch nach wie vor ausgeschlossen.

"Es ist nicht so, dass wir nichts besitzen außer den Spielern", sagte Magath vor drei Wochen.

"Wir sind in der guten Situation, dass wir noch alles verkaufen können, was wir besitzen, zum Beispiel Anteile am Stadion oder den Tochtergesellschaften. In den nächsten Wochen werden wir daher prüfen, davon etwas an mögliche Investoren zu geben."

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