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Branko Jelic erzielte gegen Berlin sein erstes Saisontor © getty

In einem schwachen Berlin-Brandenburg-Derby feiert Energie Cottbus einen 1:0-Sieg in Berlin. Stürmer Jelic entscheidet das Spiel.

Berlin - Bei Lieblingsgegner Hertha BSC Berlin ist für Energie Cottbus der Knoten geplatzt.

Die Lausitzer setzten sich in einem äußerst schwachen Berlin-Brandenburg-Derby in der Hauptstadt etwas glücklich mit 1:0 (1:0) durch und feierten damit den ersten Saisonsieg.

Der serbische Stürmer Branco Jelic erzielte in der 13. Minute den Siegtreffer für Cottbus, das aus den vergangenen fünf Begegnungen gegen Hertha 13 von 15 möglichen Punkten holte.

Die in der Offensive viel zu harmlosen Berliner haben den Anschluss an die Tabellenspitze vorerst verloren und die Generalprobe für das UEFA-Cup-Rückspiel am Dienstag beim irischen Vizemeister St. Patrick's Athletic (Hinspiel: 2:0) gründlich verpatzt.

Keine Zielstrebigkeit

Vor 42.297 Zuschauern im Olympiastadion bestimmten die Gastgeber anfangs zwar das Spiel, ließen jedoch die notwendige Zielstrebigkeit zum Tor vermissen.

Zudem wurden früh gute Torchancen wie die von Andrej Woronin (8.) und Cicero (9) leichtfertig vergeben.

Nachhilfe in Sachen Effektivität gab es von den Gästen bei deren Führungstreffer mit dem ersten vernünftigen Angriff.

Jelic trifft

Nach einer schönen Vorarbeit von Stanislaw Angelow, der Gegenspieler Marc Stein alt aussehen ließ, schob der von der Berliner Abwehr völlig unbewachte Jelic zum 1:0 ein.

Auch in der Folgezeit tat sich Hertha schwer, eine Lücke im Abwehr-Riegel der Cottbuser zu finden und offenbarte spielerische Mängel.

Vor allem im Zusammenspiel zwischen der beiden Stürmern Marko Pantelic und Woronin haperte es gewaltig.

Pfiffe für die Hertha

Die Fans quittierten die dürftige Vorstellung ihrer Mannschaft zur Halbzeit mit einem gellenden Pfeifkonzert und "Wir wollen euch kämpfen sehen"-Gesängen.

Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Hausherren zwar etwas den Druck, Torchancen blieben jedoch Mangelware.

Energie, das ohne den verletzten Angreifer Dimitar Rangelow (Sprunggelenk) spielte, verteidigte geschickt gegen den Ball, trat offensiv jedoch kaum noch in Erscheinung.

Faires Derby

Der erst 30 Jahre alte Unparteiische Deniz Aytekin (Oberasbach) hatte in dem fairen Derby keine größeren Probleme und zeigte bei seiner Bundesliga-Premiere als Haupt-Schiedsrichter eine gute Leistung.

Als beste Spieler zeichneten sich bei den Cottbusern neben dem umsichtigen Innenverteidiger Mariusz Kukielka auch Angelow aus.

Bei Hertha wussten die Mittelfeldspieler Maximilian Nicu und Cicero zumindest läuferisch und kämpferisch zu überzeugen.

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