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Toni Kroos wurde in der vergangenen Winterpause nach Leverkusen verliehen © imago

Leverkusen würde Kroos gern länger vom FC Bayern ausleihen. Beim Hit in München erwartet Jupp Heynckes eine gute Atmosphäre.

Aus Leverkusen Thorsten Mesch

Leverkusen - Vor dem Bundesliga-Spitzenspiel stehen zwei Rückkehrer im Blickpunkt.

Neben Bayer Leverkusens Trainer Jupp Heynckes gibt es auch für Toni Kroos ein Wiedersehen mit dem FC Bayern (So., ab 15 Uhr LIVE).

Kroos ist von den Münchnern, bei denen er bis 2012 unter Vertrag steht, bis zum Saisonende ausgeliehen, doch die Leverkusener würden ihn gern länger behalten.

"Toni und der FC Bayern wären gut beraten, wenn er noch ein Jahr bei Bayer dranhängen würde. Hier könnte er seine Entwicklung abschließen", sagte Heynckes.

Völler: "Wir versuchen alles"

Auch Sportdirektor Rudi Völler würde den 19-Jährigen gern über das Saisonende hinaus in Leverkusen behalten.

"Wir werden um Toni kämpfen, damit er mindestens noch ein Jahr bei uns dranhängt", sagte Völler der "Sport Bild".

"Ich habe absolutes Verständnis für Bayern, dass sie ihn zurückwollen und man muss die Entscheidung der Bayern akzeptieren. Aber wir versuchen alles."

Am Sonntag hat Völler die Gelegenheit, mit Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger oder mit Manager Uli Hoeneß ein paar Worte über Kroos zu wechseln.

Das Leihgeschäft habe sich "doch schon jetzt für alle Beteiligten gelohnt", findet Völler: "Für Bayern, für Bayer und für Kroos."

Ersatz für Renato Augusto

Kroos profitierte in Leverkusen auch vom Pech seines Teamkollegen Renato Augusto, der verletzungsbedingt auf unbestimmte Zeit ausfällt.

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In allen zwölf Bundesligaspielen kam der junge Mittelfeldspieler deshalb zum Einsatz, am 6. und 8. Spieltag sowie bei den letzten drei Partien stand er in der Startelf.

Beim 2:2 auf Schalke und zuletzt beim 4:0 gegen Frankfurt spielte er durch und erzielte zwei seiner drei Saisontore.

Bayern-Spiel für Helmes zu früh

Beim Trainingsauftakt nach der Länderspielpause fehlte Kroos allerdings wegen einer Fußverletzung, die er sich bei der U-21-Nationalmannschaft zugezogen hatte.

"Er hat eine Prellung am Gelenk. Bis Sonntag sollte er aber fit werden", glaubt Heynckes.

Fehlen werden in München neben Renato Augusto auch Nationalspieler Simon Rolfes (Reha), Michal Kadlec und Patrick Helmes (beide Trainingsrückstand nach Reha) sowie Ersatztorwart Benedikt Fernandez.

Nationalkeeper Rene Adler, der im Länderspiel gegen die Elfenbeinküste von Tim Wiese und Manuel Neuer vertreten wird, trainierte wieder ebenso voll mit wie Helmes und Kadlec.

Für Letztere käme ein Einsatz aber noch zu früh, erklärte Heynckes.

Zuversicht vor dem Top-Spiel

Trotz des Fehlens wichtiger Leistungsträger blickt man in Leverkusen voller Zuverischt auf die Partie in München.

"Die Stimmung ist bei uns immer gut. Es ist nur so, dass die Spieler einige Tage frei hatten und sich erst wieder hineinfinden müssen, aber sie haben es sehr gut gemacht", sagte Heynckes im DSF und sieht keinen Grund vor dem Top-Spiel in Ehrfurcht zu erstarren:

"Warum sollten wir nicht in München gewinnen?"

Ob die Rückkehr zum FC Bayern, den er am Ende der vergangenen Saison nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann auf Platz zwei geführt hatte, für ihn besonders emotional sein wird, könne er "im Moment nicht so beurteilen. Das muss man sehen wenn ich im Stadion bin".

Heynckes: "Freundschaftliches Wiedersehen"

Zu den Verantwortlichen der Bayern hat Heynckes ohnehin weiterhin ein gutes Verhältnis. Er habe Uli Hoeneß erst am Sonntag wiedergesehen und auch mit Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gesprochen.

"So, wie ich mich kenne, wird es ein freundliches Wiedersehen geben, auch mit Walter Junghans, der mich auf vielen Stationen begleitet hat", sagte Heynckes. "Alles andere lässt man auf sich zukommen."

Auch im Fall Toni Kroos bleibt den Leverkusenern nichts anderes übrig als abzuwarten. Die Entscheidung liegt ganz allein bei den Bayern.

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