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Nürnberg feiert in Wolfsburg den dritten Saisonsieg © getty

In einer Wahnsinnspartie trifft Peer Kluge in der Nachspielzeit zum Sieg der Nürnberger Gäste. Bei Wolfsburg reißt eine Serie.

Wolfsburg - Peer Kluge hat dem 1. FC Nürnberg einen unerwarteten Auswärtssieg beschert.

In der dritten Minute der Nachspielzeit war der Ex-Gladbacher zum 3:2 (0:0)-Siegtor beim deutschen Meister VfL Wolfsburg erfolgreich und stoppte damit die "Wölfe", die in der Schlussphase ausgekontert wurden. So kam es zur ersten Niederlage nach acht Pflichtspielen ohne Schlappe.

Torschützenkönig Grafite (79.) hatte zunächst per Foulelfmeter zum 2:2 ausgeglichen. Zwei Tore von Albert Bunjaku (56., 64. Minute) sorgten zweimal für die Gäste-Führung. Ashkan Dejagah hatte zum zwischenzeitlichen 1:1 (59.) ausgeglichen. Grafite nutzte nach einem Foul von Juri Judt an Dejagah schließlich die Chance zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Club beginnt stark

Vor 28.736 Zuschauern in der VW-Arena hatten die Gäste zunächst deutlich mehr vom Spiel. Mit einem klaren 5:0-Chancenplus in der ersten Viertelstunde machte der Club schnell deutlich, dass er in Wolfsburg sein Heil in der Offensive suchen wollte. (DATENCENTER: 13.Spieltag)

Während sich die "Wölfe" in der Anfangsphase fast nur am eigenen Strafraum wiederfanden, produzierten die Nürnberger eine Torgelegenheit nach der anderen.

Eigler vergibt

Allein Christian Eigler hatte schon in den ersten Minuten drei gute Chancen (4., 7., 15.), die er teilweise fahrlässig vergab. Zweimal scheiterte zudem Bunjaku aus aussichtsreicher Position. Die bis dahin desolate Wolfsburger Defensive hatte dabei pures Glück, dass die gegnerischen Stürmer die sich bietenden Freiräume nicht nutzten.

Dzeko mit Pech am Stiefel

Die Platzherren brauchten dagegen fast 17 Minuten, um dem Nürnberger Druck eigene Offensivaktionen entgegenzusetzen. Die erste Wolfsburger Chance vergab Edin Dzeko.

Die beiden besten Gelegenheiten zur Gäste-Führung hatte Eigler in der 19. und 22. Minute, als er völli frei zunächst mit einem Kopfball und dann per Schuss zweimal am Schweizer Nationaltorhüter Diego Benaglio scheiterte.

Auf der anderen Seite machte es Dzeko nicht besser und vergab zweimal kläglich aus kurzer Distanz (24., 30.).

Bunjaku bricht den Bann

Nach dem Seitenwechsel fielen schließlich doch die längst überfälligen Treffer. Zunächst setzte sich Bunjaku im Laufduell gegen VfL-Kapitän Josue durch und traf gegen den machtlosen Benaglio zum bis dahin verdienten 1:0 für Nürnberg.

Kluge in der Nachspielzeit

Doch nur drei Minuten später glich der eingewechselte Ashkan Dejagah für die Gastgeber aus, nachdem er von Dzeko glänzend freigespielt worden war.

Die erneute Gäste-Führung markierte Bunjaku per Kopf nach einer schönen Flanke von Daniel Gygax, ehe Grafite zum 2:2 traf. Doch dann kam Kluge und sicherte den Franken den Dreier beim Meister.

Bei Wolfsburg überzeugte lediglich Torwart Benaglio, der eine höhere Niederlage seiner Mannschaft verhinderte. Daneben konnte mit Abstrichen Sascha Riether gefallen. Auf Nürnberger Seite verdienten sich Doppel-Torschütze Bunjaku und Schlussmann Raphael Schäfer die Bestnoten.

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