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Lukas Podolski (r.) konnte sich nur selten so in Szene setzen wie hier gegen Andreas Beck © getty

Die TSG Hoffenheim bleibt an der Spitze dran und überrollt in einem einseitigem Spiel den 1. FC Köln im heimischen Stadion.

Köln - 1899 Hoffenheim hat dem 1. FC Köln eine bittere Lehrstunde erteilt und den Anschluss zu den Spitzenplätzen in der Fußball-Bundesliga wieder hergestellt.

Die Elf von Trainer Ralf Rangnick kam in einer einseitigen Partie zu einem hochverdienten 4: 0 (2:0)-Sieg in Köln und verkürzte den Rückstand zum Spitzenduo Bayer Leverkusen zumindest bis Sonntag auf drei Punkte.

Der FC setzte dagegen seine Heim-Misere fort, nur zwei der letzten 18 Spiele vor eigenem Publikum konnten die Rheinländer gewinnen.

Drei Siege aus vier Partien

Carlos Eduardo (5.), Chinedu Obasi (11.), Demba Ba (46.) und Vedad Ibisevic (90., Foulelfmeter) machten mit ihren Treffern den dritten 1899-Sieg aus den letzten vier Partien vor 45.000 Zuschauern in der Kölner WM-Arena perfekt.

Die Gäste aus dem Kraichgau waren dem dreimaligen deutschen Meister in allen Belangen überlegen. Bereits nach 20 Minuten quittierten die Kölner Anhänger die grausame Vorstellung der Geißböcke mit einem Pfeifkonzert.

Köln mit kalter Dusche

Dabei wurde der FC kalt erwischt. Bereits die ersten beiden Chancen nutzten die Hoffenheimer zu Toren.

Zunächst setzte Carlos Eduardo, der jüngst gegen England sein Debüt in der brasilianischen Nationalmannschaft gegeben hatte, einen 22-m-Schuss ins Kölner Tor, sechs Minuten später war Obasi nach einer Flanke von Christian Eichner per Kopf zur Stelle.

Hoffenheim beeindruckend

In der 14. Minute hätte Schiedsrichter Felix Brych zudem nach einem Foul von Youssef Mohamad an Obasi auf Foulelfmeter für Hoffenheim entscheiden müssen.

Aber auch so sahen die Zuschauer eine beeindruckende Vorstellung der Hoffenheimer.

Dabei verpassten Obasi (21.), zweimal Carlos Eduardo (26. und 27.) sowie Josip Simunic (32.) bei weiteren Großchancen im ersten Durchgang den dritten Treffer.

Rangnik begeistert

Das sah auch Hoffenheims Coach Ralf Rangnick: "Wir haben fast 90 Minuten sehr gut und sehr konzentriert gespielt. Wir hätten nur in der ersten Halbzeit zielstrebiger auf das dritte Tor spielen müssen. Nach dem 3:0 war das Spiel aber entschieden. Das war ein richtig guter Auftritt meiner Mannschaft."

Poldi gesperrt

Die Kölner hatten dem Spiel der Gäste nicht mal Kampf entgegenzusetzen. Ein Kopfball von Freis (8.) und eine schlecht ausgespielte 2:1-Situation (38.) - mehr gab es auf Kölner Seite im ersten Durchgang nicht zu sehen.

Außerdem sah auch noch Lukas Podolski die fünfte Gelbe Karte, sodass er beim Auswärtsspiel am kommenden Freitag gegen den VfL Bochum gesperrt ist.

Experiment mißglückt

So beendete Kölns Trainer Zvonimir Soldo bereits nach 29 Minuten sein Experiment mit dem 4-3-3-System, als er den schwachen Brecko auswechselte und Ausputzer Kevin Pezzoni ins Spiel brachte. Auch Breckos slowenischer Landsmann Milivoje Novakovic musste zur Pause aus dem Spiel.

Im zweiten Durchgang machte der Herbstmeister der vergangenen Saison da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte.

Köln auch nach dem Wechsel ohne Chance

Und schon 30 Sekunden nach Wiederbeginn schlug es wieder bei FC-Keeper Faryd Mondragon ein.

Nach Zuspiel von Eichner traf Demba zum 3:0. Und auch danach sahen die größtenteils frustrierten Anhänger nur Einbahnstraßen-Fußball.

In der 55. Minute traf Luiz Gustavo den Pfosten.

Beim FC erreichte kein Spieler Normalform. Auf Hoffenheimer Seite waren der überragende Carlos Eduardo, Maicosuel und Eichner die besten Akteure.

Zoldo enttäuscht

Trainer Zvonimir Soldo zeigte sich von der Leistung seines Teams mehr als enttäuscht: "Ich muss mich für die desolate Leistung bei den Fans entschuldigen. Wir waren keine Einheit, wir haben uns nicht gegenseitig unterstützt. Das Spiel hat gezeigt, dass wir noch nicht gefestigt sind. Wir müssen Stabilität in die Mannschaft bekommen."

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