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Lehrer und Schüler: Thomas Schaaf (r.) mit Neu-Nationalspieler Aaron Hunt © imago

Thomas Schaaf erklärt im Doppelpass den Bremer Höhenflug. Mainz-Präsident und DFL-Vize Harald Strutz äußert sich zum Wettskandal.

München - Werder Bremen verzaubert die Liga, Mainz 05 beißt sich an den Europa-League-Plätzen fest.

Während Werder mit dem atemberaubenden Offensivkreisel Aaron Hunt, Marko Marin und Mesut Özil am Samstag Freiburg auseinandernahm, erkämpfte sich Aufsteiger Mainz einen Punkt bei Ex-Coach Jürgen Klopp in Dortmund.

Im DSF-Doppelpass am Sonntag erläuterten Bremens Trainer Thomas Schaaf und 05-Präsident Harald Strutz die Ursachen für den Höhenflug ihrer Mannschaften.

Strutz, Vizepräsident des Ligaverbandes DFL äußert sich zudem zum neuen Wettskandal.

Sport1.de hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst:

Thomas Schaaf über...

den Unterschied zwischen der letzten Saison und dem aktuellen Höhenflug:

"Wir verfolgen die Dinge wieder gemeinsam. Im letzten Jahr hatten wir die Situation, dass der eine oder andere mit sich selbst beschäftigt war. Clemens Fritz ist so ein Beispiel: Letztes Jahr war er groß in der Diskussion, jetzt spielt er wieder hervorragend und ist hungrig auf neue Taten.

Wenn wir den Spielern das Vertrauen schenken, dann haben wir natürlich auch die Hoffnung, dass daraus etwas entstehen kann. Wenn es so wunderbar klappt wie beim Sieg in Freiburg, die Mannschaft sich selbst in einen Spielfluss rein bringt und sich begeistern kann, dann ist das umso schöner."

die deutlich verbesserte Leistung der Abwehr:

"Wir haben im letzten Jahr mit großen Problemen zu kämpfen gehabt - sowohl mit einzelnen Spielern, aber auch mit der Situation, dass immer wieder einer verletzt war.

In diesem Jahr sind wir ziemlich konstant auf diesen Positionen und das sieht man: Das gibt zusätzlichen Halt, wir gehen auch besser aufeinander ein. Aber das ist nur ein Teil. Ganz wichtig ist es auch zu erkennen, was wir schon vorne für die Defensive machen

Es wird vorher schon viel abgearbeitet, ich glaube das ist gerade in Freiburg sehr stark zum Tragen gekommen."

den neuen Wettskandal:

"Mir gefällt es nicht, wenn man die Zeitung aufschlägt und schon Bilder von Spielern sieht, die angeprangert werden. Ich habe die Hoffnung und den Glauben, dass da nichts dran ist.

Wir reden über Personen, denen, wie Thomas Reichenberger Samstag in Osnabrück gezeigt hat, etwas angedichtet wird - das sage ich einfach mal, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas passiert ist."

Harald Strutz über...

die Leistung von Trainer Tuchel und den Spielstil von Mainz 05:

"Wir haben mittlerweile wirklich gute Fußballer, das Spiel bei Mainz 05 besteht nicht nur aus rennen und beißen, sondern vor allem auch aus dem Auge, aus Taktiken, aber vor allem aus einem:

Man merkt, dass diese Mannschaft wirklich Spaß hat am Fußball spielen, und das ist die Aufgabe, die dieser Trainer erfüllt hat. Er zeigt, dass er ein wirklich großartiger Trainer werden kann."

über die bisher schlechte Saison von Bayern unter Trainer Louis van Gaal:

"Es steht nirgendwo geschrieben, dass Bayern immer Meister wird. Die können ja auch auch mal eine schlechte Saison haben. Zum Fußball gehört auch ein bisschen Spaß.

Manchmal hat man das Gefühl, dass der Spaßfaktor bei Bayern unter diesem Trainer verloren gegangen ist. Mehr kann man von außen auch nicht sagen."

zu seiner Kritik über mangelnde Medienaufmerksamkeit für kleinere Vereine:

"Ich wollte einfach mal einen Denkanstoß geben - ob das jetzt quotenträchtig ist oder nicht. Der Fußball hat viele Facetten. Ich mag die Bayern, aber es gibt eben nicht nur Bayern München."

den neuen Wettskandal und das Vorgehen der Staatsanwaltschaft:

"Wir, sowohl DFL als auch DFB, hätten uns vor allem nach dem Fall Hoyzer gewünscht, dass man mehr Informationen im Vorfeld erhält.

Man kann nicht einfach den Fußball benutzen, um an die Öffentlichkeit zu gehen und den Sport an den Pranger zu stellen, ohne zuvor Informationen zu geben. Aus meiner Sicht hätte man das schon kooperativer handhaben müssen."

Spekulationen über involvierte Spieler und betroffene Partien:

"Gerade nach den aktuellen Schlagzeilen ist es eine verdammte Pflicht der Staatsanwaltschaft, sofort an die Öffentlichkeit zu gehen, und zu erklären, ob da etwas dran ist.

Da ist die Fürsorgepflicht der Staatsanwaltschaft und auch die Verpflichtung jedem einzelnen Bürger gegenüber sehr, sehr hoch. Was hier passiert ist Persönlichkeitsverletzung in höchstem Grade und in unserem Staat mittlerweile schon sehr, sehr bedenklich."

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